Durchs Hohe Holz bei Radbruch


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 27 Min.
Höhenmeter ca. ↑56m  ↓56m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der niedersächsischen Gemeinde Radbruch liegt das Naturschutzgebiet Hohes Holz. Es ist 252ha groß. Unter Schutz steht ein Waldgebiet mit Erlenbruchwäldern, Wälder aus Erlen, Eschen, Eichen und Buchen. Einige Nadelgehölze sind auch dazwischen, ebenfalls sind Grünflächen eingebettet. Vergleichsweise winzig ist dagegen das 13ha messende Naturschutzgebiet Wittsaal. Der Wittsaal ist ein verlandeter Moorweiher, entstanden durch Torfabbau. Wir werden beide treffen.

Start ist an der Radbrucher Straße (K78), beim Parkplatz, wo der Hausbach den Hubertus-Schröter-Teich bildet. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn, zunächst ein Stück mit dem Hausbach, dann biegen wir gen Süden und durchstreifen das Naturschutzgebiet Hohes Holz. Das wird nur ein wenig als Naturwirtschaftswald bearbeitet. 

Nach nur rund 2,2km verlassen wir das Hohe Holz und wandern gen Südosten. Der Wald weicht Wiesen und Feldern. Wenn wir Bebauung sehen, stoßen wir auf den Forstweg und biegen nach rechts in die Einemhofer Straße, kurz drauf von dieser nach links wieder ab. Es geht durch Felder, die von Gräben durchzogen sind.

Nach dem nächsten Linksabbiegen gelangen wir an den Wittsaal. Das verlandete Moorgebiet streifen wir lediglich. Es wird teilweise landwirtschaftlich genutzt. Das Betreten des Gebietes ist für alle, die dort keinen Dienst versehen, nicht gestattet.

Wir wandern in nördliche Richtung und gelangen nach Radbruch, in dessen Ortskern wir einbiegen und der Bardowicker Straße folgen. Rund 2.200 Menschen leben in dem recht beschaulichen Dorf.

In Radbruch wirkte einst Schäfer Ast, der seinerzeit als Kräuterheilkundiger von sich Reden machte. Philipp Heinrich Ast (1848-1921) war Sohn eines Schäfers und selbst Schäfer. Er führte auch die Heilkünste des Vaters weiter und die bezogen sich auf Vieh und Mensch. Schäfer Ast hatte so viel Erfolg, dass er immer zehn Menschen gleichzeitig ins Behandlungszimmer bat und einen davon als Schreiber bestimmte. Der notierte eine entsprechende Nummer auf einen Zettel und damit ging der Patient zum Apotheker, der nach dem Nummerncode die entsprechende Mixtur herstellte. Uns führt die Luhdorfer Straße zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Malte Jörn Krafft [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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