Durchs Federseeried (Bad Buchau)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑198m  ↓198m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Federsee bei Bad Buchau ist der zweitgrößte See innerhalb der Grenzen von Baden-Württemberg und misst rund 1,4 Quadratkilmeter. Der Federsee ist ein Kleinod, umgeben vom geschützten Federseeried als erhaltensvolle, moorreiche Kulturlandschaft mit entsprechender Vielfalt von Wasser-Land- und Luft-Tieren nebst für sie reich gedecktem Tisch. Das Europareservat mit See, Moor und Ried ist Bestandteil eines FFH Gebiets und im Schutzgebietsnetz „Natura 2000“.

Das Federseeried insgesamt hat eine Fläche von rund 43 Quadratkilometern und zeigt nahezu alle Entwicklungsstufen von offenem Wasser, Uferpflanzen, Flach- und Hochmoor, über den Artenreichtum der diversen Verlandungszonen. Unsere unterhaltsame Federsee-Runde geht einmal rund ums Ried mit den Ortschaften: Tiefenbach, Seekirch, Alleshausen, Moosburg, Bad Buchau und Oggelshausen. Wir machen viel Strecke, eher gemütlich, weil mit wenig Auf und Ab.

In Tiefenbach beim Gemeindesaal kann man parken und sich gleich zur Aussichtsplattform Federsee auf machen. Der Federsee wird von der Seekircher Ach gespeist und fließt via Federseekanal (Kanzach) ab. Neben dem Artenreichtum gibt es am Federsee auch einen Reichtum an Sagen und Legenden, die sich sogar gruppieren lassen. Da gibt es die von der versunkenen Stadt, weil die Bewohner gottlos lebten. Nebulöses, magisches und Brauchtum mischen sich in weiteren Geschichten. Eine Sage dreht sich um Adelindis von Buchau, die mit ihrem Gatten 770 das Kloster Buchau stiftete.

Wir wandern an Seekirch vorbei, wo der Einbaum von Seekirch aus der Jungsteinzeit gefunden wurde, nach Alleshausen, das auf einer Anhöhe liegt, zwischen Moränengelände der Rißeiszeit. Bei Alleshausen ist der Fundort Grundwiesen der Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen notiert. 111 Fundorte sind in der Liste des UNESCO Weltkulturerbes der Pfahlbauten um die Alpen eingetragen. Entlang eines Sträßchens geht es nach Moosburg, am Rand des Federseebeckens.

Durch das schreiten wir dann auch und durchstreifen einen Teil der Riedlandschaft, wobei wir den Federseekanal queren. Weiter geht es an den Nordrand von Bad Buchau, mit dem sehr interessanten Federsee-Museum, in dem sich die Funde aus der Region präsentieren. Das Museum lässt lebendig in 15.000 Jahre blicken – dafür lohnt sich Zeit einzuplanen. Anhand von Rekonstruktionen kann man sich den Alltag der Vorfahren vorstellen. Das Federseemuseum wird in 2019 100 Jahre.

Eine Weiterführung des musealen Gedankens erleben wir auf dem archäologischen Moorlehrpfad. Entlang der Oggelshauser Straße kommen wir nach Oggelshausen, wo man auf die Ergebnisse zweier Bildhauersymposien treffen kann sowie auf die Kirche St. Laurentius. Mit abwechslungsreicher kultivierter Landschaft geht’s nach Tiefenbach zurück, über Rast der Tiefenbacher Halde mit Aussicht.

Bildnachweis: Von Effi Schweizer [Public domain] via Wikimedia Commons

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