Durch Lahr und auf den Schutterlindenberg (Schwarzwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑164m  ↓164m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Schwarzwald und Rhein, Geschichte und Wein liegen auf dieser Runde durch und um Lahr, Ausrichter der Landesgartenschau 2018, eng beisammen. Wir treffen die Schutter, historische Bauten, den beliebten Stadtpark und gehen in die Weinberge am Schutterlindenberg. Das Lahrer Wahrzeichen, der Storchenturm, liegt ebenfalls am Weg.

Wir starten am Bahnhof Lahr und wandern die ersten rund 2,6km hinauf zum Schutterlindenberg, bei 297m erreichen wir den höchsten Punkt der Runde. Auf dem Weg dorthin queren wir die Schutter, kommen am Kreisel Freiburger Straße vorbei – übrigens finden sich in Lahr auch gerne Kunstwerke auf Kreiseln. Wald, Wiesen, Wein begegnen uns und ein Obelisk an einer Gedenkstätte. Es geht hinauf, wobei wir ein Stück entlang des Weinpfads gehen.

Vom Schutterlindenberg bietet sich ein Panoramablick von den Schwarzwaldhöhen über die oberrheinische Tiefebene bis hin zu den Vogesen westlich. Gen Süden blickt man bis zum Belchen (1.414m), gen Nordwesten kann man bis Straßburg schauen. Auf dem Schutterlindenberg wurde 1843 die Verfassungssäule, die an die Stadternennung 1818 erinnert, aufgestellt. Es gibt auch einen Pavillon für Schubert, gemeint ist nicht der Komponist, sondern Wilhelm Schubert (1813-1893), der Lahrer Kaufmann war unter anderem Bürgermeister. Weithin sichtbar steht auch noch ein Sendemast auf dem Schutterlindenberg.

Durch die Weinberge wandern wir talwärts, vorbei am Terrassenbad Lahr und in den Stadtpark Lahr. Bekannt ist die 4,5ha große Anlage auch durch ihren sehenswerten Rosengarten. Im Park stehen auch schöne Bauten. Orangerie, Pavillon und Teichanlage laden zudem zum Ausruhen ein. Ein Bismarck-Denkmal fehlt auch nicht und ein anderes gedenkt dem einstigen Parkeigentümer aus Lahr, Christian Wilhelm Jamm, der als Kaufman auf Kuba reich wurde. 

Er kaufte um 1860 einen Lindengarten und ließ um seine Villa (heute Museum) einen englischen Garten anlegen. 1875 starb er und vererbte einiges der Stadt Lahr, darunter auch seinen Wohnsitz mit der Verfügung, dass aus seinem Garten ein Stadtpark werden solle. Am Parkrand steht die evangelische Christuskirche (1880), ein monumental wirkender Kuppelbau im Stil der italienischen Renaissance. Sehr beeindruckend. 

Wir gehen gen Osten der historischen Altstadt zu, treffen wir auf das schmucke Alte Rathaus, mit der Inschrift 1608. Im Erdgeschoss war einst eine offene Markt- und Gerichtshalle. Die Freitreppe ist spätgotisch. Wir kommen durch die Marktstraße, übrigens ist in der Innenstadt jeden Donnerstag ein Wochenmarkt, und gelangen zum Sonnenplatz, der auch von einige gepflegten Wohn- und Geschäftsbauten gesäumt ist.

Wir überqueren den Schlossplatz und treffen auf das Wahrzeichen von Lahr, den Storchenturm aus der Zeit um 1200. Zwei Türme haben die Zeit von der einstigen Wasserburg bis heute überstanden. Von einem Turm aus kann man einen schönen Panoramablick über Lahr haben. 

Das Neue Rathaus in der Lotzbeckanlage war ein Fabrikantenort und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Rathaus. Die Bauten stammen aus dem Jahr 1807 und folgen dem Stil des Klassizismus. Die Tiergartenstraße führt uns an der neoromanischen und ersten katholischen Kirche in Lahr, St. Peter und Paul (1846) vorbei, dann am Friedrich-Ebert-Platz entlang, anschließend an die Schutter, der wir Richtung Ausgangsort folgen.

Bildnachweis: Von Martin Wehrle [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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