Durch die Wilhelminenaue entlang des Roten Mains zur Eremitage Bayreuth


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑161m  ↓161m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Stadt Bayreuth zeigt sich vielschichtig: klassisch, bildungsreich, naturnah mit seinen Flüssen und Bächen sowie den Gärten. Davon überzeugen wir uns heute auf der Runde entlang des Roten Mains sowie der Wilhelminenaue, zur wundervollen Eremitage, wir treffen auf eine Dichterstube und riskieren einen Blick zum Schloss Colmdorf.

Der Rote Main (72km), wir erinnern uns, ist der längere aber wasserärmere Teil des Mains, der andere ist der Weiße Main und beide treffen sich südlich der oberfränkischen Stadt Kulmbach. Im Lindenhardter Forst, 10km südlich von Bayreuth, ist die Quelle des Roten Mains. Wir parken nahe des Wohnmobilstellplatzes an der Friedrich-Ebert-Straße. Rechts fließt der Rote Main. Kurz drauf überqueren wir den Fluss.

Damit betreten wir das Areal der Wilhelminenaue. Dort fand 2016 die bayerische Landesgartenschau statt. Um die 900.000 Besucher wurden damals angelockt. Nachhaltiges Ziel des Konzepts war es, einen gepflegte, grünen Brückenschlag zwischen der Innenstadt und der Eremitage zu schaffen.

Am Hammerstätter See ist ein Kulturkabinett mit Seebühne. Der Auenbogen führt uns an weiteren Kabinetten vorbei, Garten und Gourmet zum Beispiel. Wir wechseln für einige Schritte die Uferseite und kommen dann unter der Autobahn A 9 auf den Fußweg am Roten Main, der uns in die Steinachstraße leitet und nach St. Johannis. Im einstigen Schloss St. Johannis aus dem 16. Jahrhundert ist eine Außenstelle der Bayreuther JVA St. Georgen. Das Gut wird von rund 40 (staatlich betreuten) Menschen landwirtschaftlich bewirtschaftet.

Dann kommen wir zur Bayreuther Eremitage und die weiß zu begeistern! Die historische Parkanlage, als Kleinod des Rokokos beschrieben, mit Brunnen und Wasserspielen, ist echt sehenswert. Die Bayreuther Markgrafen haben es sich seinerzeit prächtig gemacht. Für die Wasserattraktionen musste eigens ein Wasserturm errichtet werden. Ab 1715 entstand ein Sommerschlösschen mit Orangerie und Sonnentempel.

Es gibt das Alte Schloss mit Marmorsaal und Spiegelkabinett, das Ruinentheater und vieles mehr zu entdecken. Der Name Eremitage hat in diesem Fall wenig mit zurückgezogenem Eremitenleben zu tun. Der Adel spielte das nur: der Hofstaat zog sich tagsüber jeweils offiziell allein in die Pavillons ringsrum zurück und zum Abendessen kamen alle im Schloss beisammen.

Durch den Eremitenhof gehen wir nach Colmdorf. Dort begegnet uns das einstige Gasthaus Rollwenzelei (18. Jahrhundert). Die Dichterstube, die der Schriftsteller Jean Paul in der Rollwenzelei hatte, kann besucht werden. Jean Paul wurde als Johann Paul Friedrich Richter 1763 in Wunsiedel geboren und starb als Jean Paul 1825 in Bayreuth.

Das privat genutzte Schloss Colmdorf sehen wir lediglich von außen. Schloss Colmdorf ist eine zweigeschossige Dreiflügelanlage aus Sandsteinquadern, gebaut in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Auf dem letzten Kilometer müssen wir noch einmal die Autobahn unterwinden, durch das Schulzentrum Ost spazieren und sind wieder auf Anfang.

Bildnachweis: Von Rolohauck [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Artikel bei twitter teilenArtikel bei Facebook teilenArtikel per Email versendenText, Bilder und Track dieser Wanderung unterliegen - wenn nicht anders angegeben - der Creative Commons Attribution/Share Alike-Lizenz.
Vgwort