Durch den Schluchtwald Angstbecke und die Günninghauser Mark: Rundtour in Winterberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑465m  ↓465m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Vom Parkplatz an der Sprungschanze (fürs Navi: Winterberg, Am Waltenberg) wandern wir los und halten uns rechts zum Rathaus Winterberg. Hier geht es halblinks ab und durch den Buchenweg kommen wir an den Wald.

In einer Kurve biegen wir scharf links ab und gehen auf den Philosophenweg, der uns Richtung Kappe (776m) bringt. Dank der touristischen Infrastruktur wird die Kappe auch als der Erlebnisberg vermarktet. Wir sparen das Remmidemmi aus und wandern direkt weiter hinein in die Natur. Wir sind ja schließlich im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge unterwegs. Wir kreuzen das Sonneborntal (die Sonneborn ist einer der Quellflüsse der Nuhne) und wandern auf den Bärenberg (744m) zu.

Dann kommen wir in den Schluchtwald Angstbecke, der seit 2008 zusammen mit anderen Flächen als europäisches Naturschutzgebiet (FFH-Gebiet) Schluchtwald Angstbecke und Günninghauser Mark ausgewiesen ist. Die Angstbecke hat ein tiefes Kerbtal eingeschnitten, in dem sich ein strukturreicher Schluchtwald entwickelt hat. Im nördlichen Teil des Naturschutzgebietes erstrecken sich entlang des Sonnenborn-Bachtales extensiv bis ungenutzte feuchtnasse Grünlandflächen. Auf den Hängen und Kuppen wachsen vornehmlich Buchen- und vereinzelt Fichtenwälder.

Wir sind jetzt unterwegs in der Günninghauser Mark. Günninghausen war einst eine eigene Siedlung, wurde im Mittelalter aber aufgegeben. Die meisten Einwohner zogen nach Winterberg. Sie behielten ihre Ländereien und bildeten dafür sogenannte Markengenossenschaften. So entstand die Günninghauser Mark.

Die Tour leitet uns weiter zur kleinen Haumecke, der wir zurück zur Sonneborn folgen und ihr nach links folgen. Es geht jetzt in den Günninghauser Grund und der wiederum ist als eigenständiges Naturschutzgebiet Oberes Nuhnetal ausgewiesen. Schutzzweck ist die Erhaltung eines artenreichen Biotopmosaiks aus extensiv genutztem, kleinflächigem Grünland unterschiedlichen Feuchtegrades in Verzahnung mit überwiegend linienförmigen Sukzessionsflächen als Lebensräume von teilweise seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

Hinter der Einmündung der Silbecke halten wir uns links und wandern dann durch einen Waldstreifen, der östlich vom Nuhnetal und westlich von der Ortsbebauung entlang der Bundesstraße eingefasst ist. Dann stoßen wir wieder auf den Philosophenweg und kommen zurück zum Parkplatz an der St. Skisprungschanze.

Bildnachweis: Von qwesy qwesy [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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