Durch den Eistobel hinauf zur Riedholzer Kugel (Westallgäu)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 37 Min.
Höhenmeter ca. ↑430m  ↓430m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wunder der Natur, immer wieder spannend und anders, sind die Schluchtentäler, wo sich Wasser über Jahrhunderte durch die Felsen gearbeitet hat. Statt Meer, mehr Naturerlebnis: Das ist mit dem Naturschutzgebiet Eistobel auf 70ha geschützt.

Die Obere Argen überwindet mit dem Eistobel 70m in der Höhe, stürzt sich über mehrere Kaskaden hinab, spült Strudellöcher aus und wäscht Nagelfluhwände. Ein Eingang ist beim Infopavillon bei der in den 1980er Jahren erneuerten Argentalbrücke zwischen Maierhöfen und Grünenbach.

Da starten wir und entrichten eine Eintrittsgebühr (geöffnet nur von Frühjahr bis Herbst – vorher informieren!). Neun Stationen erläutern das Naturschauspiel Eistobel. Man kommt zur Streuwiese mit dem Familienplatz, wo noch alles recht beschaulich zugeht. Erste Kaskaden folgen und dann stürzt sich der große Wasserfall 18m hinab. Im Zwinger umspült das Wasser große Felsblöcke. Wir sehen auch eine 50m hohe Sandsteinwand, Relikt mit 20 Mio. Jahren auf dem Buckel. Vom Eissteg sieht man auf einen weiteren Wasserfall.

Nach dem Eissteg, wir sind rund 2,2km gewandert, lenken wir die Schritte durch den Wald zur Ruine Hohenegg. Die Burg aus der Zeit um 1171 zeigt sich mit Mauerresten und einer Gedenktafel an die Herren von Hohenegg. Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Burg dem Verfall preisgegeben. Die Steine der abgegangenen Spornburg wurden in Schüttentobel zur Errichtung eines Hüttenwerks genutzt.

Wir wandern aufwärts und kommen durch die kleine Ansiedlung Hohenegg. Unser Ziel ist die Riedholzer Kugel auf 1.069m, von einer Lichtung umgeben. Die Riedholzer Kugel ist ein nördlicher Ausläufer der Allgäuer Alpen. Etwas weiter östlich ist die bewaldete Iberger Kugel und auf der steht ein Sendemast. Auf der Riedholzer Kugel informiert uns eine Tafel darüber, dass wir gerade auf dem höchsten Punkt im Westallgäu stehen.

Wald begleitet uns abwärts, auf dem Weg nach Riedholz der Gemeinde Maierhöfen. Die zählt zur Verwaltungsgemeinschaft Argental und dazu gehören auch die Gemeinden Grünenbach, Gestratz und Röthenbach. Wenn wir die St. Anna Kapelle (1732) in Riedholz sehen, sind wir schon kurz vor dem Rundenschluss. 

Bildnachweis: Von 1971markus@wikipedia.de [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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