Drei-Türme-Weg Witten


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑326m  ↓326m
Der Drei-Türme-Weg Witten ist mit einem Dreieck markiert

Witten wird von der Ruhr durchflossen und liegt mit seinem südlichen Teil im Bergischen Land, mit seinem nördlichen Teil im Ruhrgebiet. Witten gilt als Keimzelle des Bergbaus im Ruhrgebiet. Bereits um das Jahr 1000 sollen erste Steinkohlegrabungen an der Ruhr stattgefunden haben, die ersten urkundlich festgehaltenen Kohlenfunde datieren auf das Jahr 1552.

Zu dieser Zeit war das Geschlecht derer von Witten schon ausgestorben, die um 1470 die Burg Berge zu Witten, oder auch kurz: Haus Witten, erbauten. Haus Witten liegt am Stadtpark von Witten und hier im Stadtpark beginnt auch die Drei-Türme-Wanderung, die mit einem weißen Dreieck auf schwarzem Grund vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) markiert ist.

Vom Stadtpark aus geht es über die Parkstraße ins Naherholungsgebiet Hohenstein. Gleich zu Beginn passiert der Drei-Türme-Weg den Hammerteich, Überbleisel einer frühindustriellen Schmiede und heute Heimathafen von vielen Schiffsmodellbauern.

Hinter dem Kinderspielplatz erreicht der Drei-Türme-Weg sein erstes Ziel: das Berger-Denkmal. Der 21m hohe Aussichtsturm wurde 1902-04 aus Ruhrsandstein gut 130m über der Ruhr an einer Abbruchkante des Ardeygebirges erbaut und erinnert an den Industriellen und Politiker Louis Constans Berger, Sohn des Gründers des Gussstahl-Werks, das später mit anderen Betrieben zu den Deutschen Edelstahlwerken fusioniert wurde.

Vorbei an einem kleinen Wildpark mit Streichelzoo führt der Drei-Türme-Weg ostwärts und dann wieder Richtung Ruhrtal um den Wartenberg (246m) herum ins Naturschutzgebiet Kermelbach. Am Ende des Naturschutzgebiets wartet Turm Nummer 2 auf uns, der Wasserturm Kermelberg. Der 30m hohe Wasserturm wurde in den 1950er Jahren errichtet und verfügt über eine Außenplattform, die allerdings nur nach vorheriger Absprache mit den Stadtwerken Witten geöffnet wird.

Durchs Waldgebiet Buchenholz führt der Drei-Türme-Weg nordwärts ins Tal des Borbachs, einem 7km langen Zufluss der Ruhr. Der Borbach speiste im Buchenholz früher einmal drei kleine Teiche, die allerdings trockengelegt wurden. Dann folgen wir weiter dem Borbach, bis wir wieder das Naherholungsgebiet Hohenstein erreichen.

Hier oberhalb des Hohensteins liegt der dritte Turm am Weg, der 30m hohe Helenenturm. Er wurde 1858 von Eduard Strohn als privates Denkmal erbaut und ist seit 1909 im Besitz der Stadt Witten. Vom Helenenturm hat man einen Blick über weite Teile des Stadtgebietes sowie, bei guten Witterungsverhältnisse, bis hinein nach Bochum und Dortmund. Allerdings ist der Helenenturm seit einiger Zeit geschlossen und wird nur im Rahmen von besonderen Anlässen geöffnet.

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