Drei-Dörfer-Rundweg am Heuberg (Schwäbische Alb)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑353m  ↓353m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Grüne Wegweiser und gelbe Rundwegesymbole markieren diese Wanderung im Südwesten der Schwäbischen Alb, im Landkreis Tuttlingen. Die drei Dörfer sind: Königsheim, Böttingen und Bubsheim. Highlights der Runde sind: Götzenaltar, Allenspacher Linde, Alter Berg (980m) mit Josefs-Kapelle, Burgruine Granegg und die Beilsteinhöhle – wer da rein will, sollte sich eine Lampe mitnehmen.

Im touristisch ausgelobten Donaubergland wandern wir heute abwechslungsreich über wellige Höhen des Großen Heubergs. Start ist am westlichen Ortsausgang von Königsheim, die Ecke Böttinger Straße/Wachtbühlweg. In den biegen wir ein und kommen zum Götzenaltar im Gewann Zahnholz. Holz umgibt uns auch. Der Götzenaltar ist ein gespaltener Kalkstein-Felsblock, der von weiteren Felsen umgeben ist, nebst Grabhügeln. Man fand Spuren menschlichen Treibens und vermutet, dass es sich um eine Kultstätte handelt.

Mit Wald und durch offene Landschaft kommen wir zum Allenspacher Hof mit Jugendgästehaus im Schäfertal, das vom Lippach durchflossen wird. Das Naturdenkmal der Hoflinde, die um 1450 gepflanzt wurde, schützt den ältesten Baum im Landkreis. Die Linde kommt auf fast 9m Stammumfang und eine 25m hohe Krone. Einer der Hauptstämme musste mit einer Betonstütze am Abknicken gehindert werden. Dort prägt sich eine Sekundärkrone aus.

Wir wandern an der Grillstelle Schäferbrunnen vorbei und ein Stück mit dem Lippach, queren ihn und es geht über den Hausberg von Böttingen, den Alten Berg (980m), genießen die Aussichten, haben Höhe und Josefs-Kapelle nach rund 5,8km Wanderung erreicht. Heroben auf der Albhochfläche des Großen Heubergs ist das Naturschutzgebiet Alter Berg. Es ist geprägt von Walcholderheiden, Magerrasen, Hecken, offenen Weidewäldern und man kann Schafe bei der Arbeit sehen.

Wie ein Bonbon auf der flachen Höhe sieht man die Josefs-Kapelle aus dem Jahr 1919. Sie markiert das Ende eines Stationenwegs. Der Blick in die Umgebung reicht im Südwesten bis zum Dreifaltigkeitsberg, im Westen schaut man bis zum Schwarzwald, im Norden zum Plettenberg und bei guter Sicht, lassen sich gen Süden die Alpen blicken. Dann wandern wir abwärts nach und durch Böttingen, in einem langen Trockental, es erhebt sich der Turm der St.-Martinus-Kirche.

Wir verlassen Böttingen gen Norden, wandern durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, mit der Heubergstraße an einem Hof vorbei und kommen nach Bubsheim mit der katholischen Kirche St. Jakobus Maior, die im neugotischen Stil 1902 entstand. Die lassen wir rechts von uns beim Umrunden. Die Graneggstraße weist den Weg aus Bubsheim.

Im Wald treffen wir auf die Burgruine Granegg, von der wenngleich wenig, dennoch gewaltige Quader aus dem Boden gucken. Die Burg war um 1100 gebaut worden. Zur Beilsteinerhöhle, mögicherweise einem altsteinzeitlichen Lebensraum, führt ein kleiner Abstecher. Das lohnt für all jene, die sich gern durchs Dunkle quetschen. Alle anderen sehen ein ovales Schlupfloch, das in die rund 76m dahinter führt. Bis zum Ausgangsort ist es nur noch 1km.

Bildnachweis: Von Adrian Thomale [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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