Dalberg (bei Bad Kreuznach)

Östlich von Spabrücken liegt das Dorf Dalberg im Gräfenbachtal. Über dem Ort ragt die Burgruine Dalberg in den Himmel. Die Burg Dalberg war der Sitz der Freiherren von Dalberg und geht auf die Zeit um 1150 zurück. Im 19. Jahrhundert wurde Burg Dalberg als Wohnsitz aufgegeben und danach als praktischer Steinbruch zweckentfremdet.

Die auf einem Bergsporn über dem Gräfenbachtal gelegene Burg Dalberg wurde über einem regelmäßig rechteckigen Grundriss von 60m Länge und 45m Breite errichtet. Deutlich erkennbar ist die Trennung der Burg in zwei Teile. Auf der erhöhten Westseite über dem Halsgraben befindet sich der älteste Teil der Anlage mit dem 12m hohen Bergfried. Jüngeren Datums sind die an der Ostseite gelegenen Gebäude, die einen Hof mit zwei großen Zisternen umstehen und die Ansicht vom Tal aus bestimmen. Die Südostecke nimmt der Kapellenturm mit der Antoniuskapelle ein. An der Nordwestecke liegt der Dieterbau mit dem Dieterturm.

Ein weiteres historisches Schätzchen in Dalberg ist die katholische St. Leonhard Kapelle. Die St. Leonhard Kapelle wurde 1485 als spätgotischer Saalbau errichtet und später in Teilen barock ausgebaut. Im Innenraum finden sich Malereien aus dem 15. Jahrhundert.

Hübsch anzusehen sind auch das Gemeinde- und Backhaus in der Gräfenbachstraße 41, das aus dem Jahr 1849 stammt, sowie die Brücke über den Gräfenbach. Die einbogige offene Bruchsteinbrücke entstammt dem 18. oder 19. Jahrhundert.