Düsseldorf-Wittlaer

Im Norden von Düsseldorf liegt der Stadtteil Wittlaer. Hier mündet der Schwarzbach in den Rhein, der 27km zuvor in Mettmann entsprungen ist. An der Schwarzbachmündung liegt mit 28m ü. NN der tiefste Punkt Düsseldorfs (der höchste ist übrigens der Sandberg mit 165m).

Die Geschichte von Wittlaer, das sich am Rhein entlang streckt und einige schöne Gaststätten und Biergärten bietet, geht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Die romanische Basilika St. Remigius erinnert in ihrer Bauform an die Kirche St. Lambertus im südlich benachbarten Kalkum. Der Bau der St. Remigius Kirche wird auf das 12. Jahrhundert datiert. Im Inneren ist ein Taufbecken aus der Zeit um 1200. Teile der Innenausstattung gehen bis auf das 15. Jahrhundert zurück. In den 1920er und 30er Jahren erhielt die Kirche eine avantgardistische Neugestaltung.

Historische Spuren finden sich auch auf dem Hof Kaldenberg, der auf ein einstiges Rittergut zurückgeht. Im 18. Jahrhundert ließ der damalige Besitzer das Anwesen im Stile der Barock umbauen und erweitern. Insgesamt ist Hof Kaldenberg vierflügelig und besteht aus einem Wohnhaus, Wirtschaftsgebäuden aus unverputztem Backstein und einem Torbau.

In der Wittlaerer Ortslage Bockum steht das 1910 erbaute Wasserwerk Bockum. 1989 wurde das Wasserwerk aufgegeben und in der Nähe ein neues in Betrieb genommen. Durch die Lage in einem Wasserschutzgebiet wurden bisherige Pläne, aus der alten Anlage ein Museum zu machen, nicht verwirklicht. Aber man kann an besonderen Tagen, wie dem des offenen Denkmals zum Beispiel, das alte Wasserwerk besichtigen und sieht dann die imposanten Maschinen, 1911 von Siemens gebaut, im Pumpenraum.