Düsseldorf-Hubbelrath

Hubbelrath ist ein ländlich geprägter Stadtteil von Düsseldorf, ganz im Osten des Stadtgebiets an der Grenze zu Mettmann gelegen. Die Siedlung Knittkuhl, einst in Hubbelrath als Soldatensiedlung entstanden, wurde 2014 zum 50. Stadtteil der Landeshauptstadt erhoben.

Das einstige Dorf Hubbelrath geht auf den Herrenhof Hupeldesroth und das Jahr 950 zurück. Im historischen Ambiente ragt heute der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Cäcilia aus dem 12. Jahrhundert empor. Im Turm schlägt die älteste Kirchenglocke Düsseldorfs aus dem Jahr 1440. Als weiteres altes Gebäude konnte sich das Pfarrhaus gegenüber erhalten aus der Zeit 1735 mit Erneuerungen im 20. Jahrhundert.

Östlich der Autobahn A 3 befinden sich zwei Golfplätze: Der Golfclub Hubbelrath nördlich der Bundesstraße gründete sich bereits 1961. Berühmtheiten wie Bernhard Langer spielten hier bereits. Der 1989 gegründete Golfclub Kosaido wurde im Stil eines französischen Schlossareals angelegt. Zwischen beiden Golfplätzen erhebt sich der Sandberg (165m), der höchste Berg Düsseldorfs.

Am Sandberg entspringt der Hubbelrather Bach. Der fließt in südliche Richtung und formt dabei zwischen der A 3 und der Erkrather Landstraße auf knapp 5km das Hubbelrather Bachtal aus, bevor er in Erkrath in die Düssel mündet. Das 1989 ausgewiesene Naturschutzgebiet Hubbelrather Bachtal soll die reiche Natur mit Feuchtwiesen, Kleingewässern, Buchenwäldern und vielen Vogelarten dauerhaft sichern.

Im Hubbelrather Bachtal liegt der Stammsitz der Ritter von Broichhausen, der 1218 erstmalig genannt wurde. Das heutige Gut Bruchhausen entstand im Stil des rheinischen Spätbarocks zwischen 1920 und 1926. Am Gutshaus findet sich ein Park mit einem Teich und hier spendet die älteste Eiche Düsseldorfs Schatten. Die Stieleiche wurde 1679 gepflanzt. Ein weiterer Hof mit dem Namen Gut Mydlinghoven findet sich südlich davon und wird als Cohousing-Projekt genutzt.

Auf der westlichen Seite der Erkrather Straße fließt der Rotthäuser Bach der Düssel zu. Auch das Rotthäuser Bachtal steht unter Naturschutz. Zu den typischen Bewohnern der Schilfflächen zählen der Teichrohrsänger und die Rohrammer. An den Teichen finden sich Libellen wie die Blaugrüne Mosaikjungfer und an den steilen Bachufern brütet der Eisvogel. Das Rotthäuser Bachtal geht nahtlos in das auf dem Gebiet des Kreises Mettmann gelegene Morper Bachtal über, das ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde.