Chiemsee-Rundweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 60 km
Gehzeit o. Pause: 13 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑784m  ↓784m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Einer der beliebtesten Spazierwege in Oberbayern ist der rund 60km messende Chiemsee-Rundweg, der ufernah mit Promenadenwegen für Fußgänger um das „Bayerische Meer“ herumführt. Dabei werden natürlich die zahlreichen Sehenswürdigkeiten eingebunden – immer mit dabei: herrliche Aussichten auf das Alpenpanorama und Seeblicke über den mit 80 Quadratkilometern Wasserfläche zweitgrößten Binnensee Deutschlands.

Der Rundweg, teils kombiniert für Fußgänger und Radfahrer, kann in zwei Richtungen entdeckt werden und selbstverständlich auch abschnittweise.

Die Runde führt auf Feld- und asphaltierten Gehwege, streift Orte mit Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, zum Beispiel: Prien am Chiemsee, Breitbrunn am Chiemsee, Gstadt am Chiemsee, Gollenshausen am Chiemsee, Seebruck am Nordufer, Chieming am Ostufer, Feldwies am Südufer, wo wir auch durch das Naturschutzgebiet „Mündung der Tiroler Achen“ wandern. Man kann die Rundwanderung in den Sommermonaten auch mit den Bussen der Chiemseer Ringlinie kombinieren, wenn man nicht die ganze Tour mit eigenen Schritten vermessen mag.

Unser Vorschlag im Uhrzeigersinn startet am Südufer, im Chiemseepark Felden. Von Felden aus umrunden wir den Irschener Winkel mit seinem Aussichtsturm. Es geht gen Norden, am Strandbad Schöllkopf und einem Kletterwald vorbei in Richtung Prien.

Wir sind zwischen Prien und der Herreninsel nach etwa 5km. In Prien finden sich rund um die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt einige Baudenkmäler und das Heimatmuseum. Die Chiemsee-Schifffahrt legt zur Herren- und Fraueninsel ab.

Auf der weiteren Wanderung kommen wir am Erlebnisbad Prienavera vorbei und auf schmalen Wegen zum Strand von Rimsting, das im Zeichen der Umweltpädagogik steht und wo man einen Naturbeobachtungsposten antrifft. Beim Strand mündet die Prien in den Chiemsee.

Per Uferweg durch Schilfbereiche kommen wir nach Schafwaschen, streifen Eßbaum, Guggenbichl und kommen nach Aiterbach, nördlich der Schafwaschener Bucht. Rund 11km sind wir bis hierher gewandert. Entlang eines weiteren schönen Schilfufers mit Ruhezonen für Vögel und Fische umrunden wir die Kailbacher Bucht auf dem Weg nach Urfahrn. Auf der Halbinsel kommt man an der Stelle vorbei, von der Ludwig II. auf die Herreninsel übersetzte.

Vom Urfahrner Spitz aus umrunden wir dann die Mühlner Bucht, streifen Mühln, südlich von Breitbrunn am Chiemsee. Wenn rund 19,5km gewandert sind, sind wir in Gstadt, von wo aus man zur Fraueninsel schauen und schippern kann, auch zur Herreninsel. Am Strandbad durch den Park geht’s weiter nach Schalchen und Gollenshausen (nach ca. 23,5km erreicht).

In 4km und mit Uferweg gelangen wir ins sehenswerte Seebruck mit der Römerzeitlichen Darre, dem Beobachtungsturm, dem Römermuseum und der Kirche St. Thomas und St. Stephan und den Resten eines Kastells. Die Traunsteiner Straße führt über die Alz, die von Norden her in den Chiemsee mündet. Ab jetzt wandern wir in südliche Richtung. 

Mit schönen Aussichten in die Alpenkette und über den Chiemsee sind es 8km zwischen Seebruck und Chieming (bis hierhin wären es am Stück 35km). Abwechslungsreich mit Wiesen, Ufer, Wald und Feld führt die Wanderung um die Hirschauer Bucht mit Naturbeobachtungsturm und Blick ins Achendelta.

Wir folgen dem Sossauer Kanal Richtung Grabenstätt und gelangen durch das Naturschutzgebiet Mündung der Tiroler Achen. Wir begegnen auf dem Weg nach Feldwies der A8 und queren die Tiroler Achen. Weitere Naturbeobachtungen bieten sich von der Station Lachsgang an.

Wir wandern am Ufer der Feldwieser Bucht entlang und kommen zum Strandbad Feldwies im Ortsteil Übersee mit dem Panoramablick über den Chiemsee. Zwischen See und A8 streifen wir einen Campingplatz. Von dort aus sind es noch 7km bis nach Felden, die man nah am Ufer wandert, allerdings auch mit der Autobahn. Wer das nicht möchte, muss einen Bogen aufwärts schlagen via Feldwies-Übersee-Westerbuchberg-Bernau am Chiemsee.

Bildnachweis: Von Wieschendahl [Public domain] via Wikimedia Commons

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