Bürser Schlucht Rundtour (Brandnertal)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑408m  ↓408m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eine sehr beliebte Wanderung für die ganze Familie ist die durch die Bürser Schlucht zwischen Bürs, westlich von Bludenz, und Bürserberg. Wir sind im Skigebiet Brandnertal, das zum Rätikon zählt. Urheber des Naturdenkmals Bürser Schlucht ist der 13km lange Alvier (auch Alvierbach), der nördlich des Gipfels Schesaplana startet.

Seit der Eiszeit hat sich das Gebirgswasser durch den Bürser Konglomerat gegraben und die fantastische Bürser Schlucht geschaffen. Was in 10.000 Jahren alles passieren kann! Im Sommer werden auch gegen kleines Geld geführte Touren durch die Bürser Schlucht angeboten. Der Schluchtenrundweg misst 4,6km. Wir erweitern um Bürserberg, die Schesa und den Russendamm auf 7km.

Auf rund 590m starten wir in Bürs beim Dorfplatz. Auffallend ist die Kirche hl. Martin im Stil des Klassizismus mit gotischem Chor und der Turm, der sich vor dem Felsen dahinter abhebt. Ein weiteres Baudenkmal in unserer Nähe ist das Alvierkraftwerk I, Im Lug.

Kurz drauf sind wir auf dem Weg Bürserschlucht und folgen dem erfrischenden Lauf des Alviers. Die Kulisse ist einnehmend! Felsen rahmen mächtig ein, rücken das Menschlein zurecht, hat man den Eindruck, das seinerseits mit Brücken Wege über das Wasser geschlagen hat. Infotafeln erläutern etwas zur Geologie beispielsweise.

Merklicher aufwärts wandernd mit Mischwald kommen wir nach Bürserberg, das wir nach rund 3,3km erreichen und bei 896m den höchsten Punkt haben. Die Berggemeinde am Fuße des Hochplateaus Tschengla ist am Anfang des Brandnertals und gliedert sich in mehrere Hangterrassen und von dort aus schaut man beispielsweise auf Bludenz.

Der Schesabruch in Bürserberg, einer der größten Murbrüche Europas, prägt das obere Ortsbild. Ein Murgang ist ein schnell fließender Strom aus Schlamm und Gesteinsmaterial. In diesem Fall der vom Schesatobel.

Die Schesa kommt aus einem Bereich des eiszeitlichen Illgletschers, da kommt einiges ins Rutschen und das war viel in der Zeit, als im 19. Jahrhundert die Bäume für Weidefläche gefällt worden waren. Immer wieder kam es zu gefährlichen Murenabgängen. Die wurden eingedämmt. Rund 200 russische Kriegsgefangene mussten 1916 einen rund 1,3km langen Damm bauen, den Russendamm. Mit der Schesa sind wir angeregt dorthin gelangt und kommen zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Tobias1984 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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