Böhmerwaldturm-Wanderung ab Charlottenthal


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 13.43km
Gehzeit: 03:31h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Die Wanderung führt gleich durch zwei Naturparks: Oberer Bayerischer Wald und Oberpfälzer Wald. Die höchsten Punkte werden am Reichenstein (874m) mit Burgruine und Weingartenfels (898m) mit dem Böhmerwaldturm erreicht.

Charlottenthal gehört zur Gemeinde Stadlern in der Oberpfalz und zeigt sich auf einem sonnigen Hang als Streusiedlung. Wir starten an der Kreuzung und wandern gen Norden, erst mit Landwirtschaft, dann durch den Mischwald bergauf. Von einem Naturpark kommen wir unmerklich in den nächsten. Durch die Feldflur wandern wir in einer Höhenlage nach Stadlern und schauen über das Mosaik aus Feldern und Wiesen.

Das Kirchdorf Stadlern ist durch die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt (um 1400) geprägt. Der Legende nach geht sie auf ein Gelöbnis eines Ritters zurück, der sich im Böhmerwald verirrte und versprach, eine Marienkapelle zu bauen, wenn er wieder rausfindet. So geschah es, und zwar an der Stelle, wo sein Pferd ein Hufeisen verlor und nicht mehr weiterwollte. Ein Hufeisen ist an der Südtür der Kirche. Wir verlassen das Dorf und wandern leicht ansteigend über das Naturdenkmal Hochfels, mit Aussicht auf Ort und Umgebung.

Steiler rauf durch den Wald wandern wir zur Burgruine Reichenstein (12./13. Jh.). Zu sehen ist noch diverses Mauerwerk, zum Beispiel vom Bergfried. Die Oberpfalz hat eine bemerkenswerte Burgendichte. Um die Reichenstein herum lagen weitere 8 Burgen. Sie schützten vermutlich die mittelalterlichen Handelsrouten nach Osten.

Entspannt mit wenig Anstieg erreichen wir im Gemeindegebiet Schönsee, nahe der Grenze zur Tschechischen Republik, den Böhmerwaldturm auf dem Weingartenfels, der als Geotop und Naturdenkmal geschützt ist. Der rund 30m hohe Böhmerwaldturm von 1983 trägt eine verglaste Aussichtsplattform, die nach 142 Stufen erreicht ist. Bei klarer Sicht und besonders bei Föhn lassen sich die Alpen sehen. Aber auch sonst ist die Aussicht zu den Gipfeln des Bayerischen und Oberpfälzer Waldes sowie nach Böhmen prima. Infotafeln helfen bei der Orientierung.

Abwärts gelangen wir beim Goldbrunnen kurz an die Grenze zu Tschechien und erreichen dann Waldhäuser. Nomen est omen. Die etwa 20 Häuser verteilen sich entlang zweier Sträßchen. Nach weiteren rund 2,5km ist Schwarzach erreicht, das etwas mehr Häuser hat, eine Grenzbrücke und eine Kapelle. Nur noch rund 1,6km sind es bis zum Ausgangsort.

Interessantes am Rande: Naturschutz, Biotope und Geotope reichen sich grenzübergreifend die Hände. Im Rahmen des Naturschutzprojektes „Grünes Band Europa“ gab es jüngst (März 2026) eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit für einen zentraleuropäischen Abschnitt des Grünen Bandes Bayern-Tschechien.

Bildnachweis: Von Alois Köppl, Gleiritsch [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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ivw
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