Bergwanderung zum Siplinger Kopf (Nagelfluhkette)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 1 Min.
Höhenmeter ca. ↑1179m  ↓1179m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir werden hoch starten und auf Hochtouren auf dem Siplinger Kopf (1.746m), runter an den Aubach und wieder rauf auf den Heidenkopf (1.685m) kommen und zwar mit Start an der Bolgenach bei Balderschwang im Herzen des Naturparks Nagelfluhkette.

Balderschwang hat einen in Deutschland mit am höchsten gelegenen Ortskern bei 1.044m. Kein Wunder also, dass es hier auch etliche Skipisten gibt. Balderschwang gehört zudem zur Verwaltungsgemeinschaft Hörnerdörfer, die sich gemeinsam vermarkten.

An der Bolgenach, gegenüber der Schelpenalp, ist unser Parkplatz. Wir lassen es locker angehen und wandern nach Balderschwang mit der St. Anton Kirche von 1836 mit ihrem schlanken Helm. Bei der Hauptstraße durch den Ort biegen wir rechts ein und folgen ihr ein Stück, bis sich die Runde beim Stubenbach öffnet. Es geht am Landhaus Am Siplinger vorbei und aufwärts. Neben uns führt eine Materialbahn zur Stockalpe, an der wir ebenfalls vorbeikommen.

Mit Baumbegleitung und über Weideflächen schrauben wir uns immer weiter hinauf, vorbei an der Oberen Wilhelmine-Alpe, die auf 1.520m liegt, auch schon mal in kleinen Serpentinen über das Grasland, welches einen Grundstoff für den Allgäuer Käse liefert. Wir haben schöne Aussichten.

Den Gipfelbereich des Siplinger Kopfs mit Gipfelkreuz erreichen wir nach rund 6km Wanderstrecke. Der Siplinger Kopf zeigt sich mit steilen Wänden aus dem Nagelfluh, einem Konglomerat aus größeren Runden Kieseln oder Geröll, zusammengehalten durch eine feinkörnigere Matrix.

Abwärts wandernd kommen wir zur auffälligen Siplinger Nadel. Wir denken an Obelix, der sie, weil ihm die Kraft ausgegangen ist, hier hat stehen lassen. Wir sind auf rund 1.600m. Innerhalb der nächsten rund 2,3km lassen wir gute 500 Höhenmeter hinter uns und sind am Aubach, den wir queren. Bei dem Rastplatz schlagen wir den Autalweg ein.

Der nächste Anstieg durch das Land der „Hörner-Dörfer“ lässt nicht lange bitten. Eine nächste Rast könnten wir bei der bewirteten Alpe Scheidwang einlegen. Sie ist recht urig und man genießt in dem Ambiente eine deftige Brotzeit nochmal anders.

Durch die abwechslungsreiche Allgäuer Natur wandern wir über den Heidenkopf (1.685m). Jede Menge Weideland durchstreifen wir auf dem Rückweg, vorbei an der Oberen Balderschwanger Alpe und der Oberen Socher Alpe. Wir treffen dann auf die geschätzt 2.000-jährige Eibe, die zum Schutz eingezäunt ist und kommen nach Balderschwang sowie an die Bolgenach zurück.

Bildnachweis: Von Springginggelar [Public domain] via Wikimedia Commons

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