Bergbauwanderweg Bochum-Dahlhausen (Ruhr)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 56 Min.
Höhenmeter ca. ↑168m  ↓168m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hier geht es rund um den Bergbau und rund um Dahlhausen mit wohl über 30 beschriebenen Tafeln, die etwas zu dem sagen, was man noch sieht oder vor zig Jahren gesehen hätte. Wer das nicht alles lesen mag, wird trotzdem eine unterhaltsame Tour erleben, die teils durch Wäldchen und zu einstigen Haldengebieten wie der von Hasenwinkeln führt, teils einer alten Bahntrasse folgt oder auch durch beschauliche Siedlungen. Das Zeichen ist Schlägel und Eisen mit beiden Richtungspfeilen, mit unserem GPS ist er aber ganz sicher leichter zu finden.

Wir beginnen am Bahnhof Dahlhausen nahe der Ruhr, aus der Zeit des Ersten Weltkriegs mit Elementen des Jugendstils. Der Bahnhof wird seit 2016 saniert und soll 2019 barrierefrei sein. Wir gehen zum Kreisverkehr und folgen der Kassenberger Straße. Die erste Station beschreibt ein Stollenmundloch der Zeche General, das man halb über den Gehweg in einer Mauer findet.

In der Straße Im Stapel kommen wir an zwei weiteren Stollenmundlöchern vorbei, dem der Zeche Glocke und dem vom General-Erbstollen 5. Wir biegen in die Straße Am Ruhrort und wandern ihr parallel auf einem Pfad. Es geht leicht bergan, rechterhand hinter der Straße ist der Friedhof und wir sind auf dem Weg ins Hörsterholz mit Infotafeln zum Schacht Johannes oder zur Zeche Neuruhrort, auch kommen wir an Pingen vorbei, die sich als kleine Krater im Waldboden zeigen.

In Oberdahlhausen biegen wir in die Schluchtstraße und auf die Scharpenseelstraße. Den Namen trug auch der Hof Scharpenseel aus dem 18. Jh. an dessen Stelle wir vorbeigekommen sind. Es geht nach links abbiegend in die Hasenwinkeler Straße und nach rechts in die Straße Höhenweg. Wir haben etwas erfahren zum Schacht Golgatha und seinen Grubenunglücken. Auf dem Höhenweg kommen wir auch zum höchsten Punkt der Runde.

Am Polterberg kommen wir zur Zeche Hasenwinkel und seinem Maschinenhaus (1890) aus roten Backsteinen (privat). Die Zeche Hasenwinkel, war ein Steinkohlebergwerk mit Betrieb von 1855 bis 1923 und damit eines der ältesten Bergwerke im Ruhrgebiet. Benachbart ist als eines der wenigen Zeichen der Zeche ein Wetterschacht.

Von der Straße Polterberg biegen wir nach links und kommen in die Straße an der Steinhalde und zu einer weiteren Spur der Zeche Hasenwinkel mit einer Spitzkegelhalde. Es geht ein Stück entlang der Munscheider Straße, von der wieder rechts ab über einen Rad- und Wanderweg sowie an einem Abschnitt der alten Kohlensammelbahn durchs Grüne wandern. Wenn wir den Spielplatz am Hedtberg treffen, sind wir kurz vor Rundenende am Bahnhof Dahlhausen.

Bildnachweis: CC BY-SA 3.0, Link

Vgwort