Bad Grönenbach Rundwanderung (Allgäu)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 22 Min.
Höhenmeter ca. ↑326m  ↓326m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen Memmingen nördlich und Kempten im Allgäu südlich liegt diese Runde mit Bad Grönenbach und der Iller östlich sowie dem Lauf der A7 westlich. Das Kneippheilbad Bad Grönenbach verwöhnt das Auge mit dem Hohen Schloss, dem Kreislehrgarten sowie dem historischen Marktplatz mit schmuckem Rathaus, um nur einige zu nennen.

Die unterhaltsame Wanderung beginnt südlich von Bad Grönenbach und der Helios-Klinik, dem Parkplatz an der Herbisrieder Straße. Wir wandern in südliche Richtung mit Waldrand und Wald und haben eine schöne Aussicht beim Kornhofer Bänkle, mit Blick bis in die Alpen. Nahebei ist ein Waldcafé.

Aussichtsreich geht’s nach Kornhofen mit der hübschen St. Anna Kapelle aus dem Jahr 1722. Die Wanderung führt nach Herbisried. Das Dörfchen mit 150 Einwohnern und einer kleinen Wegkapelle (1950) liegt malerisch von Wiesen und Feldern umgeben.

Mit wechselnden Landschaften wandern in Richtung Illerauen, stoßen auf das Sträßchen MN21 zwischen Unterau und Au, verlassen es wieder und haben Aussichten in der Umgebung vom Naturfreundehaus Rechberghaus, auf die Iller und den breiteren Bogen, den sie hier beschreibt. Auf der anderen Illerseite ist Legau.

Erst wandern wir durch Feldflur, dann durch Wald und ein Stück mit einem Fahrweg. Vom Sträßchen abbiegend geht’s nach Bad Grönenbach zum Hohen Schloss mit Schlosskapelle Kreislehrgarten. In der Nähe ist auch der Schloss-Aktiv-Park.

Das Hohe Schloss (um 1280) ist Wahrzeichen von Bad Grönenbach und um einen Nagelfluhfelsen herum gebaut, was noch ersichtlich ist. Etliche Besitzwechsel waren zu verzeichnen und seit 1996 gehört es der Marktgemeinde Bad Grönenbach, die es kulturell nutzt. Die Schlosskapelle hat ebenfalls eine wechselvolle Geschichte und auch einen Umzug. Sie zog vom Schloss in das sogenannte Ringeisenhaus.

Beliebtes Ausflugsziel ist der Kreislehrgarten, der drei Themen sprießen lässt: Schlossgarten mit Bauerngarten, einen Weinberg an der Westseite des Schlossbergs, einen Kräutergarten. Zwei „lebende Gehölze“ sind als Lauben zu entdecken, eine Hainbuche und ein Spitzahorn. Sebastian Kneipp als Skulptur mit seinen fünf Säulen lässt den Blick schweifen.

Wir wandern zum Marktplatz mit dem Rathaus (1937). Es zeigt sich mit Sgraffito, auf dem die Verleihung des Marktrechts gezeigt wird. Gegenüber ist die reformierte Spitalkirche zum Hl. Geist, die 1479 gestiftet wurde. Nach Zerstörung und Wiederaufbau konnte 1723 dort erneut Gottesdienst gefeiert werden. Der Kirchturm ist aus dem Jahr 1880. Etwas nördlich steht auf 718m Höhe das Untere Schloss (1563), auch Schlössle genannt (privat).

Bildnachweis: Von Mogadir [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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