Aus der Glasmacherstadt Zwiesel hinauf auf die Leitenwaldhöhe (Bayerischer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 43 Min.
Höhenmeter ca. ↑308m  ↓308m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Rundwanderung im Bayerischen Wald wird uns viel Abwechslung bieten: Natur am Zusammenfluss von Großem und Kleinem Regen zum Schwarzen Regen, Aussichten zur Leitenwaldhöhe (808m) und Kultur in der Glasmetropole Zwiesel.

Vom Stadtzentrum in Zwiesel (Parkplatz Stadtplatz) aus starten wir die Tour gen Süden, zunächst die Straße Stadtplatz mit schmucken Wohn- und Geschäftshäusern erkundend. Wir biegen in die Straße Hafnerstadt ein, überqueren den Kleinen Regen und halten uns links in die Einsiedeleistraße.

Von der geht es in den Glasberger Weg. Die B 11 hinter uns lassend, an einem Skilift vorbei, schlagen wir einen kleinen Haken durch ein Wäldchen mit Aussicht, kommen auf den Glasberger Weg zurück und durch Glasberg, wo wir auf die Leitenwaldstraße stoßen.

Wenn wir sie hinter uns lassen, gehen wir durch Mischwald hinauf zur 808m hohen Leitenwaldhöhe. Wir treffen nach insgesamt knapp 4km auf eine kleine Kapelle. Sie stammt aus den 1990er Jahren und ein Bäckermeister hat sie errichtet, seinen Eltern zu Ehren, heißt es. Und weil der Bäckersmann auch Feuerwehrmann war, heißt sie Florianskapelle. 

Wir wandern wieder talwärts. Wenn die Bäume weniger werden und die Wiesen und Felder mehr Raum einnehmen, nähern wir uns Bärnzell, einem Ortsteil von Zwiesel. Das Waldbauerndorf liegt am Tausendbach und es kann sein, dass man geführten Touren zu Pferde begegnet, denn in Bärnzell sind einige Ferienhöfe und ein Reitstall. Neben der Landwirtschaft hat man hier den Agrotourismus entdeckt, ein Landtourismus im dörflichen Umfeld mit erlebnisreichen Angeboten nah am Erzeuger, sprich: Urlaub auf dem Bauernhof. In Bärnzell steht die Dorfkapelle aus dem Jahr 1867 unter Denkmalschutz.

Wir verlassen das Idyll und kommen am Glasberg (681m) vorbei, durch Feldflur und Wald zur Aussicht bei der Einsiedelei und kehren nach Zwiesel zurück. Dort können weitere Sehenswürdigkeiten entlang dem Stadtplatz erkundet werden. Da ist zum Beispiel eine Figurengruppe mit Nepomuk, Sebastian und Florian aus dem Jahr 1767. 

Ein Stück weiter steht das klassizistische Rathaus Zwiesel. Prägend ist in Zwiesel die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus mit 86m hohem Turm und in der Nähe einen Ausflug wert ist das Waldmuseum mit kultur- und naturhistorischer Ausstellung rund um Wald, Tier, Mensch und Glas. Ein Muss ist in Zwiesel übrigens ein Selfie (oder klassisch: Erinnerungsfoto) an der Kristallglaspyramide, westlich von Stadtpark und Großem Regen. Sowas sieht man sonst nirgends!

Bildnachweis: Von Konrad Lackerbeck [CC0] via Wikimedia Commons

Vgwort