Aufstieg zum Tetraeder Bottrop


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 3 km
Gehzeit o. Pause: 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑100m  ↓100m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein Tetraeder ist ein geometrischer Körper mit vier dreieckigen Flächen wie eine Pyramide, die auf einem dreieckigen Grundriss steht. Und eine solche Pyramide wurde 1995 auf der Halde Beckstraße in Bottrop aufgestellt – das Bottroper Tetraeder: Kunstwerk, Landmarke und Aussichtsturm in einem.

Die Halde Beckstraße wurde von 1969-93 vom Bergwerk Prosper-Haniel aufgeschüttet. Fast 12 Mio. Kubikmeter Abraum wurden hier verfüllt. Die Halde überragt ihre Umgebung um 80 Meter, ihre Gipfelhöhe beträgt 110 Meter über. Das Bergwerk Prosper-Haniel war übrigens das letzte aktive Steinkohlen-Bergwerk im Ruhrgebiet. 2018 wurde es geschlossen und beendete damit die Steinkohleförderung in Deutschland.

Auf der Halde Beckstraße wurde 1995 das Tetraeder gebaut, eine begehbare Aussichtsterrasse in Form einer dreiseitigen Pyramide. Das Tetraeder wurde von dem Architekten Wolfgang Christ zusammen mit dem Tragwerksplaner Klaus Bollinger entworfen. Insgesamt 210 Tonnen Stahl wurden verbaut. Das Tetraeder steht auf vier Stahlbetonsäulen. Wenn nachst das Tetraeder leuchtet, glaubt man, das Objekt schwebt.

Drei Aussichtsplattformen auf 18, 32 und 38 Metern Höhe ermöglichen einen 360-Grad Panoramablick über das Ruhrgebiet. Das Tetraeder auf der Bottroper Halde Beckstraße hört übrigens offiziell auf den Namen Haldenereignis Emscherblick und wurde im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park realisiert.

Wir starten den Aufstieg in der Beckstraße. Hier gibt es die Bushaltestelle Tetraeder (Buslinie 266) und auch Parkmöglichkeiten. Und wer sich zu schwach fühlt für den Anstieg, geht erstmal in den Imbiss am Tetraeder und bestellte eine Currywurst. Dann aber los…

Wir nehmen den Aufstieg über den Serpentinenweg, damit wir schnell oben sind und genießen dann vom Tetraeder den weiten Blick. Selbst Ortsunkundige erkennen schnell das Gasometer in Oberhausen, die Arena auf Schalke in Gelsenkirchen, die Skyline von Essen – und bei gutem Wetter sind sogar Duisburg und die Landeshauptstadt Düsseldorf im Rheintal zu erkennen. Auf dem gemütlichen Weg spazieren wir dann die Halde wieder hinab.

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