Aschaffenburg: Stadtrundgang im „bayerischen Nizza“ am Main


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Länge: 4.85km
Gehzeit: 01:13h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Diese Spazierwanderung bringt uns zu einigen Sehenswürdigkeiten der kreisfreien Mittelstadt Aschaffenburg in Unterfranken, in der Region Bayerischer Untermain. Grob skizziert sind an der Runde: Hofgarten/Schöntal mit Schenkenturm und Kirchenruine, Sandkirche, Stiftsbasilika nebst Stiftsmuseum, Rathaus, Mainufer Perth Inch, Pompejanum, Schlossgarten, Schloss Johannisburg. Aschaffenburg mit reichhaltigem kulturellem Angebot, rund 10 Museen, Theater und Bühnen, liegt an der Nordwestecke des Mainvierecks und im westlichen Spessart.

Start ist der Bahnhof Aschaffenburg. Von der Ludwigstraße biegen wir in die Frohsinnstraße, dann nach rechts in die Erthalstraße, zwischen Weißenburger- und Friedrichstraße öffnet sich die Runde.

Wir bleiben in der Grünanlage zwischen den beiden Straßen und kommen am Herstallturm vorbei. Er war Teil des Herstalltores. Das wurde erstmals 1344 genannt. Das Tor wurde 1869 abgerissen. Der Turm blieb erhalten und wurde zu einem Wahrzeichen Aschaffenburgs.

Nächstes Ziel ist der Hofgarten/Schöntal und nächste historische Sehenswürdigkeit ist ein Teil Stadtmauer und der Schenkenturm. Die Gründung Aschaffenburgs geht ins 5. Jahrhundert zurück. Der Schenkenturm, weitere Namen: Hexenturm, Gespensterturm, Brauereiturm, ist ins 15. Jahrhundert datiert, nebst der angrenzenden Stadtmauer. Vom Park umgeben sehen wir die Kirchenruine Zum Heiligen Grabe aus dem 16. Jahrhundert. Sie gehörte den Beginen, einer religiösen Laiengemeinschaft. Durch die Zeit hat sie mehr und mehr gelitten, wurde schließlich aufgegeben und als Ruine in die Parkgestaltung integriert.

Wir verlassen das Parkareal und kommen an die Würzburger Straße, halten uns vor der Sandkirche rechts. Eigentlich ist die Sandkirche die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, mit Wurzeln im 15. Jahrhundert. Baulich sehen wir heute den Zustand von 1756. Das Sandtor von 1381 wurde als Kirchturm einbezogen. Wir schlendern durch die Ladenzeile der Sandgasse.

Die Landingstraße wird gequert, in die Dalbergstraße eingebogen, links auf einem Hügel erhebt sich die Stiftsbasilika St. Peter und Alexander. Sie ist die älteste Kirche von Aschaffenburg, wurde um 950 an der Stelle eines karolingischen Baus errichtet. Im Kern wurde das Sakralgebäude als romanische Basilika gebaut. Weitere Bauabschnitte folgen dem Stil der Frühgotik. Das Stiftsmuseum bietet Einblick und einige Kunstschätze.

Nach dem Stiftsplatz stehen wir vor dem Rathaus von 1958, gegenüber ist der Platz mit Brunnen, Sonnenuhr, angrenzend das Stadttheater (16. Jh./1811) und die Kirche Zu Unserer Lieben Frau (1768), deren Gründung 1183 erstmals genannt ist. Sie hat einen 42m hohen Turm aus dem 13. Jahrhundert. Man sollte in die Muttergotteskirche auf jeden Fall hineingehen, um die Deckenmalereien zu bestaunen.

Wir nähern uns dem Main und mit ihm zur Linken erwandern wir ein Stück Uferpromenade in der Anlage Perth Inch, nach der schottischen Partnerstadt Perth benannt. Etwa 1km wandern wir am Mainufer und kommen zum Pomejanumfelsen. Gleich anschließend ist der Weinberg Pompejaner und obenauf das Pompejanum. Das ist ein Nachbau einer römischen Villa, wie sie in Pompeji gestanden hat. Zwischen 1840 und 1848 wurde das Haus als Anschauungsobjekt für Antikenbegeisterte dieser Epoche gebaut. Ein interessanter Ort! Man hat auch einen prima Blick über den Main, auch beim Frühstückspavillon.

Durch einen Teil Schlossgarten gelangen wir zum Platz der Kapuzinerkirche St. Elisabeth nebst Kloster und einem Kinderspielplatz. Dann wandern den Mauergang zum Schlosshof und Schloss Johannisburg. Das imposante Schloss diente vom 13. Jh. bis 1803 als Zweitresidenz den Mainzer Erzbischöfen und Kurfürsten. Von 1605 bis 1614 entstand dieses Renaissancebauwerk. Hier residiert jetzt unter anderem das Schlossmuseum. Das Schloss ist Aschaffenburg, entsteht ein Eindruck.

Wir kommen am kleinen Kräuter- und Gewürzgarten vorbei, erreichen den Marktplatz, wo sich auch die Touristeninfo finden lässt, gegenüber ist die Stadthalle am Schloss, wir gelangen zur nächsten Kirche, St. Agatha, die nach 1945 wieder aufgebaut wurde. Gleich schließt sich die Runde und eröffnen sich weiter Möglichkeiten, beispielsweise für Kulinarik im „Bayerischen Nizza“.

Bildnachweis: Von Rainer Lippert, bearbeitete Version: Steffen Schmitz (Carschten) [CC0] via Wikimedia Commons

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