Andelsbucher Runde zur Niedere auf die Baumgartenhöhe


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 41 Min.
Höhenmeter ca. ↑1074m  ↓1074m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In der Mitte des Bregenzerwaldes liegt Andelsbuch auf einem weiten, offenen Talboden und rund 613m. Bei Winter- wie Wandergästen ist die „Niedere“ als Ausflugsziel sehr beliebt. Das Skigebiet Niedere Andelsbuch-Bezau auf rund 1.715m ist per Doppel-Sessellift erreichbar – oder eben zu Fuß.

Beim Fußballplatz nebst Wassertretanlage und nahe dem Stauweiher Andelsbuch, am Brühlbach und an der Straße Mühle steigen wir ein. Westlich sind ein Kieswerk, das Ausgleichsbecken Ach und die Bregenzer Ach. Auch westlich, ein Abstecher lohnt für Freunde historischer Kraftwerke, ist das Kraftwerk Andelsbuch, das 1908 in Betrieb ging und durch seine Staffelgiebel auffällt. Es ist zwischen dem Stauweiher und der Bregenzer Ach.

Das Sträßchen Bezegg führt uns in die Landschaft und bergan. Wir durchstreifen Wiesen und Mischwald, treffen einzelne Gebäude und wandern auf den Alpweg zum Sattel. Ziel ist die Höhe Baumgarten (1.649m), wo die Seilbahnen auskommen und es gastronomische Angebote gibt. Als einziger Preis für die herrlichen Aussichten ist die Anstrengung der vergangenen 6,3km zu nennen.

Ob man nun Mitgebrachtes verzehrt oder sich im Panoramarestaurant niederlässt, man kann bis zum Bodensee schauen und ein wenig auf der Höhe spazieren. Neben der Seilbahn Bezau sind zu sehen: die Doppelsesselbahn Niedere Bergstation, der Doppelschlepplift Niedermulde, der Schlepplift Breitfeld sowie die Doppel-Sesselbahn Niedere.

Wir machen einen Gang zur Hintere Niedere (1.711m) und blicken in die Ferne: hinüber zur Kanisfluh (2.044m), zur Mittagsfluh (1.637m) und zum Diedamskopf (2.090m). Weitere Aussichten können wir am Punkt Fallkopf genießen, auch Guggstein genannt.

Unsere Runde kommt zur Alpe Niedere mit Gastronomie und Produkten aus der eigenen Milchwirtschaft. Zwischen Alpe und Fallkopf steht die kleine Theodul-Kapelle, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Erstmal ist sie unscheinbar, passt sich ins Gelände ein und ist völlig aus Holz, bis auf den Schlitz aus Glas, in den das Tageslicht einfällt und dem ruhigen Raum eine ganz besondere Atmosphäre verleiht – man wird konzentriert.

Beim Abwärtswandern unterschlängeln wir die Doppel-Sesselbahn Niedere Richtung Talstation, kommen zur Doppelsesselbahn Gerach Bergstation, sind von Bergmischwald umgeben und durchstreifen Alpflächen wie die der Gerachalpe. Erneut heißt es unter den Seilen herabschlängeln zur Talstation, wo man ins Mooser Stüble einkehren könnte. Durch Itter umwandern wir Andelsbuch und kommen zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von böhringer friedrich [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

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