Am Innstausee vorbei zum Kloster Attel (Rundtour ab Wasserburg)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑268m  ↓268m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nachdem wir in der Innschleife bereits die Malerische Altstadt-Runde durch Wasserburg an unserem freien Wochenende genossen haben, wollen wir heute Naturschutz am Inn und das südlich gelegenen Kloster Attel erkunden. Vogelfreistätte Innstausee bei Attel und Freiham, heißt das Naturschutzgebiet und beinhaltet den Fluss nebst Auen mit Auenwald und Feuchtzonen für die Tierchen zu Wasser und zu Lande.

Zu Wasser wandern wir die ersten rund 6,5km mit dem Inn zu unserer Linken. Der Parkplatz unter der Rampe in Wasserburg war Start. Im Inn sehen wir die Kapuzinerinsel und kommen zum Laufkraftwerk Wasserburg.

Durch die mischwaldgesäumte Aue betreten wir Naturschutzareal, mit ausgedehnten Feuchtzonen. Ausgenommen ist das Eckchen Hebertal. Das Schutzgebiet Vogelfreistätte Innstausee bei Attel und Freiham im Landkreis Rosenheim misst ca. 566ha. Auf, in und über denen können sich etliche geschützte Arten heimisch fühlen oder durchreisen. Schwarzmilan, Reiher in Silber oder in Grau, Blaukehlchen und der strahlende Eisvogel, mit Obacht und Glück lassen sie sich entdecken.

Rechterhand streckt sich Feldflur aus und wir kommen zum Zufluss der Attel in den Inn, wo unsere Runde sich dem Kloster Attel zuwendet. Elend, heißt das hier, mit kleiner Kapelle (19. Jahrhundert). Durch ein Waldstück kommen wir an einer Mariengrotte vorbei zum Kloster Attel.

Das Kloster Attel ist eine einstige Benediktinerabtei im Pfarrdorf Attel, wurde um 1037 gegründet. Zu Anfang bestand es nicht lange, erst wieder rund 100 Jahre später. Seine Blütezeit hatte es im 15. Jahrhundert. Mit der Säkularisation war dann Schluss und einige der Gebäude wurden verkauft, bzw. abgerissen. Die Gemeinnützigkeit hielt mit einer Stiftung Einzug, die sich um Menschen mit Betreuungsbedarf kümmert.

Die Abteikirche und heutige Pfarrkirche St. Michael ist ein barocker Neubau, der 1715 geweiht wurde. Die Ausstattung folgt dem Rokoko. Der Stuck schaut aus, wie von einem Konditor gemacht und der Hochaltar ist ebenso sehenswert. Die Darstellung vom „Apokalyptischen Weib“ ist allerdings kein echter Peter Paul Rubens, sondern eine 1737 gemalte Kopie. Der Original-Rubens hängt in der Pinakothek in München.

Wir wandern durch Attel, streifen Limburg mit Burgstall, queren die Lagen Kornberg, Reisach, durch Feldflur und Wiesen, den Kirchwald, am Gut Gern vorbei sowie am Freibad Gabersee, kommen durch Gabersee, rund um das Inn-Salzach-Klinikum, einem Ensemble im Pavillonstil. Per Münchnerstraße und Köbingerbergstraße geht’s durch Burgau nach Wasserburg.

Bildnachweis: Von Bodo Frommelt [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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