Altstadtrundgang Tübingen


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑57m  ↓57m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die jüngste Stadt Deutschlands ist Tübingen. Nur rund 39 Jahre alt sind die Einwohner im Durchschnitt und das liegt daran, dass in der 80.000-Einwohner-Stadt etwa 27.000 Studenten leben. Schuld daran ist die Eberhard Karls Universität, die bereits 1477 gegründet wurde und aus Tübingen eine der klassischen deutschen Universitätsstädte gemacht hat. Ein Ausflug nach Tübingen lohnt immer, wenn man im Großraum Stuttgart unterwegs ist. Tübingen sieht nicht nur gut aus, man kann auch ordentlich einkehren und eine gepflegte Pause machen.

Eine erste kleine Entdeckungsrunde durch Tübingen kann man wie folgt angehen. Startpunkt ist am Parkhaus am Stadtgraben. Von hier passiert man zunächst das Nonnenhaus, eines der größten Fachwerkhäuser Tübingens, das im 15. Jahrhundert als Kloster gegründet wurde und später in den Besitz des Botanik-Professors Leonhart Fuchs kam. Diesem Tübinger Professor verdanken die beliebten Fuchsien ihren Namen.

Durch die Mühlstraße spazieren wir hinab zum Neckarufer. Hier fahren bei gutem Wetter die Tübinger Stocherkähne. Über eine Treppe geht es runter auf die Neckarinsel und man marschiert parallel zur Platanenallee zum Silcher-Denkmal. Friedrich Silcher war erster Musikdirektor der Eberhard Karls Universität und ist vor allem als Komponist vieler Volkslieder bekannt. Zu seinen Werken zählen u.a. das Ännchen von Tharau, Muss i denn, Ich hatt einen Kameraden und Alle Jahre wieder.

Zurück an der Eberhardsbrücke geht man durch die Neckargasse hinauf in die Altstadt von Tübingen. Wir laufen direkt auf die evangelische Stiftskirche St. Georg zu. Sie wurde im Zuge der Universitätsgründung 1470-83 neu errichtet. Schon vorher hatten hier zwei Vorgängerkirchen gestanden.

Durch die Neue Straße geht man in die Hafengasse und kommt vorbei an der Mensa Prinz Karl. In dem Gebäude der Mensa wohnte einst Professor Alois Alzheimer, Entdecker der nach ihm benannten Alzheimer-Krankheit. Dann läuft man auf das prachtvolle Gebäude des Wilhelmstifts zu. Das Wilhelmstift wurde auf den Mauern des ehemaligen Franziskanerklosters erbaut.

Durch die Lange Gasse kommt man wieder zurück zur Stiftskirche und stößt dann auf die Alte Aula der Eberhard Karls Universität. Rechterhand steht das Haus des Verlegers Johann Friedrich Cotta, der u.a. Autoren wie Goethe und Schiller unter Vertrag hatte. Auch Goethe besuchte für ein paar Tage seinen Verleger und setzte also seine Füße auf Tübinger Boden. Natürlich erinnert eine Gedenktafel an den kurzen Aufenthalt. Etwas kleiner hat ein Tübinger eine eigene Erinnerungstafel mit angebracht, die darauf hinweist: Hier kotzte Goethe.

Durch die Münzgasse wandert man hinauf zum Schloss Hohentübingen. Schloss Hohentübingen wurde ab dem 11. Jahrhundert erbaut, im 16. Jahrhundert erweitert und stellt in seiner heutigen Form eine Mischung aus mittelalterlicher Burg, neuzeitlicher Residenz sowie württembergischer Landesfestung dar. Heute beherbergt Schloss Hohentübingen das 1994 eingerichtete Museum der Universität Tübingen (MUT).

Jetzt geht es wieder hinab und man marschiert zum Marktplatz vor dem eindrucksvollen Rathaus, das im Kern im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Durch die Martkgasse stößt man auf das Stadtmuseum Tübingen im ehemaligen Kornhaus der Stadt. Kurz dahinter erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Johannes Evangelist, die 1875-78 im neugotischen Stil erbaut wurde. Zum Schluss geht es durch den Alten Botanischen Garten von Tübingen mit dem Hölderlin-Denkmal und wieder zurück zum Stadtgraben.

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