Altlay

Weinhotel LandsknechtWeinhotel Landsknecht

Im Übergang der Terrassenmosel in die Simmerner Mulde liegt Altlay, das seit dem 15. Jahrhundert als Standort von Schieferbergwerken bekannt ist. Noch heute wird bei Altlay Schiefer gebrochen – unterirdisch. Der Abraum verschwindet in früheren alten Stollen und das Landschaftsbild erfährt keine Veränderungen durch neue Halden.

Die Schiefergrube liegt östlich von Altlay. Im Westen findet sich auch Schiefer, in Form markanter Felsen. Hier liegt die Altlayer Schweiz, ein schönes Wandergebiet, durch das nicht nur der Saar-Hunsrück-Steig, sondern auch die Traumschleife Altlayer Schweiz (7km) führt.

Nördlich von Altlay fließt der Altlayer Bach, der als Belger Bach bei Rödelhausen entspringt und nach 12km in Zell der Mosel zufließt. Im Tal des Altlayer Bachs wurde bis in die 1950er Jahre durch die Gewerkschaft Barbarasegen die Grube Adolph-Helene betrieben. In der Grube wurden rund 384.000t Blei-, Zink, Silber- und Kupfererze abgebaut. Per Kleinbahn wurde das Erz dann nach Zell an die Mosel verfrachtet und von dort aus ins Saarland verschifft. Heute stehen hier noch die Ruinen der ehemaligen Industrieanlagen und verfallen nach und nach.

Dass in Altlay die Ortskirche nach der Schutzpatronin der Bergleute benannt ist, dürfte jetzt nicht wundern. Die katholische Pfarrkirche St. Barbara ist ein barocker Saalbau von 1771 und steht zusammen mit dem Pfarrhaus unter Denkmalschutz.

Ein Stück nördlich der Altlayer Bachtal schon in der Gemarkung von Peterswald-Löffelscheid steht mitten im Wald die Waldkapelle Peterswälder Bildchen. Ein Peterswalder Mann hatte vor über 150 Jahren hier eine Marienerscheinung und empfing den Auftrag genau da eine Kapelle zu bauen. Das Vorhaben gelang aufgrund der Sturheit des Mannes, der bis zum preußischen König vordrang, und um die Erlaubnis bat. Zur Wallfahrtskapelle führt von Altlay aus ein Weg mit sieben handgemalten Stationen, die die sieben Schmerzen Mariens zeigen.