Altenburg (Alsfeld)

Altenburg ist der größte Stadtteil von Alsfeld und schließt sich südlich an die Kernstadt an. Durch das Naherholungsgebiet In den Erlen entlang der Schwalm kann Altenburg von Alsfeld aus zu Fuß bequem erreicht werden, da nur 1,7km Strecke zu überbrücken sind.

Das Ortsbild von Altenburg wird dominiert von Schloss Altenburg und der barocken Schlosskirche am Schlossberg, an dessen Fuß sich die schmucken Wohnhäuser und Fachwerkbauernhöfe gruppieren, während die Schwalm naturbelassen und harmonisch Altenburg durchquert. Von der Schwalm bis auf den erhabenen Schlossberg sind es circa 60 Höhenmeter Unterschied.

Die barocke Schlosskirche steht an der Stelle der ehemaligen Burgkapelle, die bei der Zerstörung von Schloss Altenburg durch die Niederhessen 1647 in Trümmer ging. Erst im Jahre 1748 begab sich General Hermann XX. Riedesel Freiherr zu Eisenbach an den Neubau. Es heißt er sei ein gebildeter und bereister Mann gewesen. Die Schlosskirche mit einem achteckigen Grundriss und dem Turm steht im Zentrum des großen Schlosshofes. Barock kommt übrigens vom portugiesischen barocco = regelwidrig, sonderbar.

Am Schlossberg gab es zahlreiche Quellen. Eine davon wird heute noch zur „Dorftaufe“ genutzt. Aufgrund der Quellen war es auf dem Areal der Altenburg möglich genügend Wasser zur Verfügung zu haben, um einen ebenfalls barocken Schlosspark anzulegen, mit allerlei Zier- und Nutzpflanzen. Es heißt, der älteste Tennisplatz sei hier gewesen. Heute hat die Natur die einstigen Wege und Anlagen zurückerobert, doch wer genau schaut und mit Phantasie...

In südwestlicher Richtung des Altenburger Schlossberges schließt sich die so genannte Heidekammer an. Die Heidekammer zeichnet sich durch ihre weitläufigen Waldflächen aus, die zu Exkursionen einladen. Quasi bis in die Steinzeit, was im wahrsten Sinne des Wortes gemeint ist. Fantastische Steinansammlungen, die wie verwunschene große Frösche unter dem Moos und zwischen den Bäumen hervorgucken, geben dem Wald seinen zauberhaften Charme und dem genauen Beobachter schwant, was für eine Heidenarbeit es gewesen sein muss, hier die Toten on Hügelgräbern beizusetzen.