Alpirsbacher Rundwanderweg (Schwarzwald)


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Länge: 11.48km
Gehzeit: 03:23h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Die Stadt Alpirsbach im Schwarzwald, am Kinzigtaler Jakobusweg gelegen, nennt sich „ein gesegnetes Fleckchen“ und bezieht sich damit auf das über 900 Jahre alte Benediktinerkloster in cluniazensischer Reformarchitektur und das wiederum bezeichnet die geistliche Reformbewegung der katholischen Kirche im Hochmittelalter, ausgehend vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund (Frankreich).

„Back to the roots“, könnte man diese Reform nach dem moralischen Niedergang bezeichnen mit der Rückkehr zu den strengen Regeln der Benediktiner, der Pflege des klösterlichen Lebens vor der des Papsttums, die Vertiefung der mönchischen Frömmigkeit und: memento mori: Sei dir der Sterblichkeit bewusst. Diesen Gedanken unterwarf sich dann auch die Architektur mit klaren Strukturen, viel Raum, wenig Schmuck. Das sollte man sich alles unbedingt bei einer Klosterführung nebst Museum zu Gemüte führen.

Wissentlich trocken wird die Runde zudem auch nicht, denn oft wo ein Kloster, da ist auch Bräu: das bekannte Alpirsbacher Klosterbräu mit Brauereimuseum. Wir freuen uns drauf, während wir am Bahnhof von Alpirsbach in die Runde starten. Das Klosterbräu heben wir uns bis zum Schluss auf, wenngleich wir zuerst daran vorbeikommen.

Wir sind zunächst gespannt auf das 1095 gegründeten Kloster Alpirsbach. Das ehemalige Benediktinerkloster ist ein beeindruckender Baukomplex aus rötlichem Sandstein. Die evangelische Kirche feiert hier Gottesdienste und die Katholiken nutzt einen Saal an der Südseite als Kapelle. Neben dem Klostermuseum findet sich auch ein Stadtmuseum.

Im Anschluss spazieren wir durch den Kurpark des schmucken Städtchens. Es geht in nördliche Richtung und in die Natur, bergauf. Im Wald stoßen wir auf die Heilenbergerhütte (690m) und biegen dort links ab. Es geht wieder hinunter und zur Karlsquelle, wo sich auch eine Lichtung auftut. Wir sind im Naturschutzgebiet Glaswiesen und Glaswald. Das Naturschutzgebiet ist ein Feuchtwiesengebiet mit unterschiedlich hohen Stauden und einem Waldsaum.

Die Quelle liegt auf rund 600m und wir wandern weiter in südliche Richtung, tendenziell gewinnen wir durch den Wald an Höhe. Wenn wir rund 7km gewandert sind, haben wir bei 764m den höchsten Punkt erreicht. Wir kommen an der Jägerhütte vorbei und zurück ans Gleis in Alpirsbach. Jetzt ist Brauereizeit! Das Alpirsbacher Klosterbräu wird mit Wasser aus den Quellen des Schwarzwalds gebraut. Es gibt auch alkoholfreie Bier-Varianten.

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ivw