Ab der Einhardsbasilika rund um Steinbach (Michelstadt)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑205m  ↓205m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Steinbach ist von Michelstadt durch die Mümling getrennt und ein Stadtteil der südhessischen Stadt im Odenwaldkreis mit schmucken Baudenkmälern, was auch für Steinbach gilt mit dem Schloss Fürstenau und der Einhardsbasilika. Was Steinbach noch auszeichnet? Herrliche Landschaft mit offenen Wiesen und Feldern, Wald und Wasser.

Die Einhardsbasilika ist das Wahrzeichen von Steinbach, wo wir starten, um es gegen den Uhrzeigersinn zu umrunden. Steinbach liegt gut angebunden an der B47, der Nibelungenstraße, zwischen Worms und Michelstadt. Weiterhin ist es durch den Flugplatz Michelstadt gut zu erreichen, wenn man entsprechendes Gerät sein Eigen nennt.

1095 kam Steinbach das erste Mal urkundlich im Lorscher Codex vor Die Einhardsbasilika ist älter und stammt aus dem 9. Jahrhundert. Sie gilt als ein herausragendes Beispiel karolingischer Baukunst. Erhalten hat sich aus dieser Zeit das Mauerwerk in den Bereichen Mittelschiff, nördlicher Nebenchor und Krypta. Der Erbauer war Einhard, Berater von Karl dem Großen und Ludwig dem Frommen. Zwischen 824 und 827 entstand die Basilika, die in den Jahrhunderte Veränderungen erfuhr. Reste von Malereien sind noch zu sehen, ebenso alte Grabplatten. Gegen Eintritt kann das historische Stück sakraler Geschichte genauer beäugt werden.

Vorweggenommen und am Ende der Runde gelegen: Gegenüber der Basilika ist das Schloss Fürstenau in Steinbach zu sehen. Es wurde vom Kurfürstentum Mainz zum Schutz deren Güter als Wasserburg errichtet, wohl im 13. Jahrhundert. Der Ausbau zum Schloss war im 14. Es gab Erweiterungen in der Renaissance und man sieht barocke Überformungen. Die bewohnte Anlage kann von außen besichtigt werden. Zur sehenswerten Schlossanlage gehören neben Kern- und Vorburg, das Neue Palais, Schlossmühle und Kavaliersbau an der Mümling, Schlossgarten (nur teilweise zu besichtigen) mit Orangerie.

Die Wanderung bringt uns auf die Höhenstraße und um Steinbach herum, mit Anstieg auf 365m, die wir nach rund 4,2km haben. Zwischen Rehbach und Steinbach verlaufen auch ein angelegter Geopark-Pfad (Kulturhistorischer Wanderweg Steinbach) sowie der Meditationsweg – Sonnengesang des Heiligen Franziskus. Es ist also informativ und sinnlich. Die ersten rund 2km wandern wir durch Wiesen- und Feldflur, kommen über die Aussicht Rippertshöhe. Die Einhardsquelle bei einem Parkplatz in der Natur, ist von Wald umgeben.

Nahe dem Großen See kreuzen wir die B47 und den Rehbach, wandern mit Wald, Waldrand und offener Landschaft an die Verbindungsstraße (K50) zwischen Steinbuch und Steinbach, queren sie und den Steinbach, mit dem wir dann „weiterfließen“. Es geht über die Adalbertshöhe nebst Kiefer am Sandbuckel und Denkmal Steintisch auf der Adalbertshöhe hinab und durch Steinbach, wo wir an Rehbach, Mühlgraben und Mümling mit Kutschenweg und Steinbacher Teich verweilen sowie das Schloss Fürstenau anschauen.

Bildnachweis: Von Haselburg-müller [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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