7-Hügel-Weg (Ferienland Donau-Ries)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑349m  ↓349m
7-Hügel-Weg im Geopark Ries Markierung Beschilderung Wegzeichen

Wir wandern heute, wissbegierig wie Schüler einer Erdkunde-Exkursion, durch einen Teil im Geopark Ries und begegnen den 7 markanten Punkten: Wennenberg, Wörnitzostheim, Schrattenhofen, Kratzberg, Hexenküche, Hahnenberg, Schloss Alerheim. Die sind alle mit Ereignistafeln ausgestattet, berichten über Geologie, Geschichte, einstige Landschaftsnutzung.

Vom Parkplatz an der St2211 bei Alerheim, von der B25 aus Richtung Süden oder von Fessenheim aus nördlicher Richtung erreichbar, gelangt man, der rot-gelben Markierung folgend, als erstes auf den Wennenberg. Hier wurde kristallines Grundgebirge hochgeschoben, ist schon eine Weile her: 14,5 Mio. Jahre. Hier tobte auch eine Schlacht, es gab einen Steinbruch und nicht so lange her ist die Nutzung des Wennenbergs als Bierkeller. Man muss schon sagen: die Tafeln sind recht groß und dicht beschrieben. Gut, dass wir später nicht abgefragt werden.

So können wir entspannt vom Wennenberg runter steigen, durch Felder, die Wörnitz queren und durch das Wörnitztal nach Wörnitzostheim schlendern. Dort steht mit wehrhaftem Charme die evangelische Kirche St. Maria und Anna mit Turmunterbau aus der Zeit um 1200.

Per Straße wandern wir gen Süden durchs Wörnitztal und kommen nach Schrattenhofen, wo man 40.000 Jahre alte Besiedelungsspuren fand. Über den Wörnitzsteg erreichen wir Heroldingen mit Zehnstadel und Kirche. Es geht auf den Kratzberg hinauf mit Aussicht gen Süden auf das „Tor zum Ries“ und den Rollenberg. Die wertvollen Wacholderheiden und die Geschichte der Ringwälle und Burgen am Rollen- und Burgberg werden erläutert. Die Eger kommt der Wörnitz zur Verstärkung.

Wir wandern gen Westen, die Eger zur Linken, in die Hexenküche hinab. Die liegt im Weißjura-Megablock Kaufertsberg bei Lierheim. Wo der Felsen überhängt, kann man drunter reingehen. Die Höhle war laut Funden bereits in der Altsteinzeit ein Wohnplatz.

Nach rund 11,5km sind wir in Lierheim (Gemeinde Möttingen) von Feldern und Wiesen umgeben. In Lierheim ist das ehemalige Deutschordensschloss Schloss Lierheim mit Grundmauern aus dem 12. Jahrhundert, das nebst Park in Privatbesitz und nicht zugänglich ist.

Wir wandern entlang der Straße, links ist der Mühlkanal, nach Appetshofen mit der Jakobuskirche und kommen durch Feldflure zum Hahnenberg mit Blick über den Riesrand. Der Hahnenberg war bereits bei altsteinzeitlichen Jägern beliebt. Die Geländestufen verweisen auf Wallanlagen.

2,5km später, durch Feldmosaik, erreichen wir Schloss Alerheim, die Ruine einer Höhenburg des 12. Jahrhunderts mit neueren, aber stilgerechten Gebäuden, auf dem Hügel Schlossberg. Das Anwesen beherbergt eine Brennerei und kleine Brauerei nebst Laden. Alerheim mit der Kirche St. Stephan (15./16. Jahrhundert) ist nicht mehr weit.

Bildnachweis: Von Rikiwiki2 [CC BY-SA 3.0 DE] via Wikimedia Commons

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