Zugspitzland: Rund um Barm- und Grubsee


Erstellt von: Sigi2910
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 46 Min.
Höhenmeter ca. ↑211m  ↓211m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten hinter dem Ort Barmsee an der Straße nach Bärnbichl und dort auf dem Wanderparkplatz – leider müssen wir auf den öffentlichen (geschotterten!) Stellplätzen einen Parkschein lösen. 4 € kostet die Tagespauschale, 2 € sind für drei Stunden fällig.

Ein Aufkleber auf dem Parkscheinautomaten klärt den lieben Autofahrer auf, dass seine Gebühr in die Unterhaltung der Wanderwege und Langlaufloipen fließt. Na dann. Vielleicht fließt unser Salär in die Einrichtung einer neuen Sitzbank. Die eine oder andere mehr auf der Barm- und Grubsee-Runde könnte nicht schaden.

Aber jetzt geht es auf zur Zwei-Seen-Runde. Der Weg führt zunächst parallel zur B 2 entlang. Schnell treffen wir auf den Kranzbach und folgen ihm links abbiegend. Der Barmsee ist relativ tief und hat moorige, schilfige Ausläufer, die bis hierher reichen. Wir können durch das Schilf hindurch zu Alp- und Zugspitze blicken. Weiter geht es entlang des Kranzbachs, den wir aber bald in die Gegenrichtung wandernd verlassen.

Bald treten wir in einen Wald ein, es riecht förmlich nach Pilzen und wir entdecken auch jede Menge. Herbstanfang halt. Viel Moos wächst hier, der Waldboden ist ordentlich grün. Und links drüben liegt der Barmsee, ist durch das Schilf am Ufer aber nur schwerlich zu erkennen. Noch ein Linksknick und endlich zeigt sich uns der Barmsee in voller Pracht. Hier ist sogar eine tolle Bademöglichkeit, für Hunde ist das Bad aber verboten. Leo ist ganz traurig. Und ich eigentlich auch. Denn rein ästhetisch betrachtet würde die Ecke durch badende Hunde durchaus gewinnen….

Schade drum, also geht es weiter am See entlang. Zwischendurch kommt nochmal eine kurze Strecke durch den Wald. Dann öffnet sich wieder der Blick auf den See, wir gehen noch ein schönes Stück, an ihm entlang, machen an einer der zahlreichen Sitzbänke (doch gut angelegt, das Parkgeld) noch eine kurze Pause. Dann steigt der Weg plötzlich an. Nun wollen durch den Ötzwald ein paar Höhenmeter gewonnen werden, ehe wir drüben zum Grubsee, einem kleinen, aber feinen Moorsee, absteigen. Ein wirkliches Idyll ist dieser Naturbadesee, auf dem im Sommer auch Tret- und Paddelboot gefahren werden kann.

Wir umwandern nun natürlich den Grubsee und Leo nimmt sich nun das eine oder andere Bad. Eines ist besonders originell: Von einem Badesteg aus nimmt unser Schäferhund Anlauf und springt in die Fluten – um Sekundenbruchteile später regelrecht abzutauchen. Schwimmen kann er ja schon immer, jetzt auch tauchen. Freilich schnappt er beim Auftauchen doch prustend nach Luft, aber irgendwie gefällt ihm der Wasserausflug, er will gar nicht mehr raus. Endlich können wir ihn überreden und die Umrundung des Grubsees fortsetzen.

Auf schmalem Pfad wird der wärmste Badesee der Umgebung umrundet. Achtung: Wer am Nordufer die Stacheldrahtumrandung verlässt, um Kaisers private Alm im Bild festzuhalten: Am Wanderweg nach Klais kann man nicht wieder in die Grubsee-Umrundung einsteigen, man muss wieder durch das Gatterl zurück. So wie wir. Weiter geht es nun auf schmalem Pfad den Grubsee entlang bis zum Naturfreibad. An der Kasse vorbei (es kostet nur Ein-, nicht aber Austritt!) erfahren wir, dass der "Retter vor Ort" auf seinem Dienstwagen gerade die Winterreifen aufgezogen hat. Ende September. Wäre ihm sicherer, wenn er des nächtens um vier Uhr bei drei Grad plus unterwegs sein müsste. Winterreifen wären da griffiger. Und überhaupt wisse er ja jetzt auch, dass es dann bis Mitte November keinen Schnee geben würde. Wir wandern danach weiter bis zum Hotel Barmsee und anschließend durch den kleinen Ort Barmsee hindurch, bis sich der Wanderkreis am Wanderparkplatz schließt.

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