Wanderweg rund um den Kickelhahn (Ilmenau)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑510m  ↓510m
Rund um den Kickelhahn: Rundwanderweg (Wegzeichen Markierung)

Ilmenau an der Ilm ist eine Goethe- und Universitätsstadt, rund 33km entfernt der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt, die nordöstlich unserer Runde liegt. Ilmenau-himmelblau, heißt es derzeit, um nochmal zu reimen: Ilmenau … Maschinenbau, der ist ein Wirtschaftsfaktor, und Bergbau war historisch gesehen einer. Bildung ist heute ein wesentlicher Faktor.

Zu Goethes Zeiten weilte die Weimarer Prominenz gern im Tal der Ilm. Dem Multitalent zur Ehre ist der Goethewanderweg Ilmenau-Stützerbach über rund 20km angelegt. Wir treffen auf ihn und die Spuren des Dichters am Goethehäuschen, zwischen Kickelhahn (861m) und Hermannstein, immer dem stilisierten Kickelhahnturm als Wegezeichen folgen. Im Südviertel bei der Festhalle sowie im Stadtpark ist Start.

Durch den Park, mit der Ilm als blauem Band, wandern wir in Richtung Manebach, Sportstätten und Gewerbegebiet sind rechterhand, linkerhand haben Wanderer freie Bahnen. Einige Wege sind hier angelegt, wir nehmen zunächst den Höllkopfweg, der uns sanft mit Waldbegleitung an Höhenmeter zunehmen lässt, ins Gebiet Höllkopf und über den Kammerberg.

Wir wandern am felsigen Kleinen Hermannstein vorbei sowie an der Sophienquelle. Auch das ist eine Station auf dem Goethewanderweg. Goethe war in der Region beispielsweise damit beschäftigt, den Ilmenauer Bergbau wiederzubeleben, ein Unterfangen wo er ausnahmsweise mal weniger Erfolg hatte.

Wir treffen auf den Hermannsteiner Weg und kommen zum Hermannstein, in dem sich auch eine Höhle befindet. Auf einem Bänkchen lässt es sich gut rasten. Über eine Stiege lässt sich gut ausblicken. Weiter geht es an der Dachsquelle vorbei zum Goethehäuschen. Es heißt Goethe habe in die Wand eines alten Jagdhäuschens im September 1780 „Wandrers Nachtlied“ geschrieben: Über allen Gipfeln ist Ruh‘.

Wir sind im Nu am gemauerten Kickelhahnturm, der ausschaut wie ein Bergfried und aus dem Jahr 1855 stammt, 107 Stufen hat und den Blick auf Ilmenau freigibt. Im Berggasthof können wir verbrauchte Energie aufladen: Bergfest. Von den erreichen rund 861m geht es ab jetzt wieder talwärts, über den Stichlingsplatz mit Aussicht und zum Jagdhaus Gabelbach, wo sich einige Wege gabeln.

Das Jagdhaus Gabelbach ist ein einstiges Jagdschlösschen, was einem auf den ersten Blick nicht so vorgekommen wäre aufgrund der Holzverschalung. Es wurde 1783 gebaut und wurde ein Goethe-Museum mit einer Dauerausstellung, „Der Kickelhahn-Goethes Wald im Wandel“. 

Durch den Wald geht die Wanderung dann an den Goldbach, wo wir auf die Waldstraße stoßen, wir dem Goldbach folgen und in Ilmenau ankommen. Rechts haben wir den Ritzebühler Teich, wir halten uns auf Kurs der Waldstraße. Ebenfalls rechts läge dann der Alte Kurpark mit einem kleinen Teich und links der Lessingpark, an der Rennsteigbahn. Die queren wir, wenn wir zur Festhalle im Stadtpark zurückgehen. 

Bildnachweis: Von Daniel Mietchen [CC0] via Wikimedia Commons

Vgwort