Im Naturschutzgebiet Tennengebirge steht das Leopold-Happisch-Haus mit Betten und Lagern auf rund 1.925m. Unsere Streckenwanderung führt uns durch die Eisriesenwelt und wir haben uns entsprechend der hochalpinen Wanderung ausgestattet. Wer will, sichert sich einen Übernachtungsplatz, denn ohne Online-Reservierung ist in der Selbstbewirtschaftungshütte keine Nächtigung möglich.
Bei der Wanderung über den wasserarmen Karst ist Obacht nötig, bei Nebel umso mehr. Alpine Erfahrung schadet auch nicht, Trittsicherheit und Kondition sind angebracht. Beim höchsten Punkt dieser Route sind wir nah am Windischkopf (2.252m).
Als Eisriesenwelt wird das Höhlensystem mit beachtlichen 42km Gesamtlänge als größtes der Welt beschrieben. Als Tennengebirge wird die Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen im Bundesland Salzburg bezeichnet. Sein felsiges Hochplateau steht mit ca. 8.542ha unter Naturschutz. Wir starten in der Gemeinde Werfen, beim Parkplatz an der Eishöhlenstraße, noch vor dem Parkplatz der Werfener Eisriesenwelt im Pongauer Salzachtal.
Einen interessanten Einblick in die Eisriesenwelt bietet das Besucherzentrum, zu dem wir als erstes gelangen. Es gibt übrigens auch eine Seilbahn zur Eishöhle und man kann eine Kombitour mit Seilbahn und Höhlenbesichtigung erwerben. Will man die Höhlen anschauen (Öffnungszeiten!), sollte man sich warm anziehen und einige Stunden Zeit einplanen. Auch die Höhlenerkundung erfordert Kondition, denn es werden auf und ab zusammen 1.400 Stufen gegangen. Wir merken es uns für den nächsten Tag.
An der Talstation der Seilbahn geht’s vorbei zum Dr.-Friedrich-Oedl-Haus auf 1.575m an der Bergstation und nah dem Höhleneingang. Die Schutzhütte ist nach dem Rechtsanwalt und impulsgebenden Erkunder der Eishöhle benannt. Ab 1919 hat er sich dem gewidmet.
Von dieser Hütte bis zum Leopold-Happisch-Haus wurde der gesicherte Hochkogelsteig ausgewiesen. Aussichtsreich kommen wir zum Punkt vor dem Höhleneingang und blicken sehr tief ins Tal. Weiter geht’s über den Achselkopf (1.658m) sowie beim weiteren Aufstieg zwischen den Höhen Tiroler Kogel und Windischkopf hindurch. Schon fast federnd erreichen wir schließlich das Leopold-Happisch-Haus auf 1.925m am Windischriedel.
Bildnachweis: Von Generator [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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