Wandertour über Sibli-Wasserfall, Risserkogel und Suttensee (Tegernseegebiet)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑1089m  ↓1089m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Runde liegt südöstlich vom Tegernsee. Von 670m geht’s 8km lang stetig bis auf 1.793m, zwischen Blankensteinsattel (1.678m) am Blankenstein (1.703m) und Rissenkogel (1.826m). Wald, Wiesen und Weiden, Wasser, Almen und Bergvegetation!

Unser Start: Der Parkplatz Hufnagelstube, an der Straße zwischen Rottach-Egern am Tegernsee und der unmittelbaren Grenzregion, hinter der Kufstein in Österreich beginnt. Wir queren die Rottach, wandern mit dem Schiffbach und kommen an der Sibli-Winterstubn vorbei zum Sibli-Wasserfall. Rund 15m stürzt sich das Wasser des Schiffbachs hinab und landet in einem türkis schimmernden Pool. Man kann aus verschiedenen Winkeln das Naturereignis ablichten, es sieht immer wieder anders aus.

Wir folgen dem Schiffbach und dann dem Pfenniggraben, in deren Nähe die Rottachalm von Wiesen umgeben ist. Über Almlandschaft geht’s zu Portners Alm und zu einer Wegekreuzung, wir wählen den zum Wallberghaus. Das Berghotel Altes Wallberghaus bietet eine Sonnenterrasse, ein Bergrestaurant und Übernachtungen sowie Events an. Hätte man in der Abgeschiedenheit kaum vermutet.

Es geht gen Süden, an der Flanke des Setzbergs (1.706m) vorbei, ebenso am felsigen Daffenstein (1.546m), durch abwechslungsreiche Bergvegetation zum Grubereck auf 1.664m. Wir wenden uns in östliche Richtung, weiter aufwärts wird es alpiner. Wir wandern durch die Gebirgslandschaft auf der Grenze zwischen den Gemeinden Rottach-Egern und Kreuth zum Risserkogel, dessen Gipfel mit 1.826m angegeben ist.

Nördlich von uns erhebt sich der felsige Blankenstein. Der Risserkogel zählt zu den höchsten Gipfeln der Tegernseer Berge, die zum Mangfallgebirge zählen. Da der Kogel so hübsch alleine steht, hat man einen fantastischen Blick, gen Osten bis zum Kaisergebirge, gen Süden bis zum Großglockner, in westlicher Richtung erhebt sich die Zugspitze und nördlich liegt München.

Abwärts wandernd, auch im Zickzack, verlieren wir die Höhenmeter wie Winterspeck durch die Schneeböden, über den Riederecksattel zur Riedereckalm, mit Wald kommen wir über den Lahnergraben und zum Suttensee. Der Suttensee, auf rund 990m, ist nach gesamt ca. 14km erreicht. Wir lernen ein neues Wort: Transfluenzpass-See. Dahinter steckt ein Gletschereis, das von einem Talsystem in ein anderes übertrat. Hier tritt auch was über, da sich fast die Hälfte des Suttensees zu einem Hochmoor auswächst und verlandet. Interessant!

Wir kreuzen das Sträßchen, in der Nähe ist ein Naturfreundehaus, und wandern mit einem Bächlein zur Hafner Alm (geschlossen) und weiter zum Berggasthof Lukas Alm auf der Sutten und auf rund 1.190m, abseits von Motoren. Im Tal angelangt, sehen wir die Antonisukapelle, treffen auf die Suttenbahn, weitere Gastronomie und sind der Rottach folgend alsbald am Ausgangsort.

Bildnachweis: Von unixasket, CC BY 3.0, Link

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