Waldhotel Kissel, Ruhlaer Häuschen und Goldborntal Tour (Thüringer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑530m  ↓530m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Kissel ist ein bewaldeter Berg im westlichen Thüringer Wald, etwa 1,6km südlich vom Rennsteig, einem rund 170km langen Kammweg und historischer Grenzweg durch den Thüringer Wald, das Thüringer Schiefergebirge und dem Frankenwald. Unsere dagegen kleine Wanderung beginnt westlich vom Gipfel des Großen Kissel (649m) und im Silbergrund. Im westlichen und südlichen Teil des Kissels überwiegt ein Laubwald mit Buchenbestand und im östlichen und nördlichen Bereich stehen etliche Fichten.

Wir erreichen den Startort nördlich von Bad Liebenstein über ein Sträßchen, das zum Waldhotel Kissel führt. Das geht auf das Jagd- und Forsthaus Kissel zurück, das 1869 im Blockhausstil erbaut wurde. Das Jagdhaus erreicht man auch über den Pummpälzweg, an dem auch der Brautborn liegt, mit erfrischendem Quellwasser. An dem kommen auch wir vorbei.

Der pelzige Pummpälz ist ein sehr bekannter Kobold in Thüringen. Es heißt, er springe Wanderern in den Nacken, um sich von diesen tragen zu lassen. Damit nicht genug, er soll sie unterdessen auch noch ohrfeigen. Entlang des 28km langen Pummpälzwegs, der Eisenach und Bad Salzungen verbindet, sind rund 30 geschnitzte Skulpturen aufgestellt, die auf Thüringer Sagen Bezug nehmen.

Wir kommen dann zur Schutzhütte Kisseleiche, queren das Bächlein Elte und gelangen zur Ottowaldwiese mit einem kleinen Teich und einem Aussichtspunkt, unter anderem mit Blick ins Werratal. Auch auf der Ottowaldwiese treffen wir auf die Sagenwelt.

Weiter geht die Wanderung mit Höhenmetergewinn. Das Ruhlaer Häuschen ist eine kleine Schutzhütte in dessen Nähe der historische Weg von Ruhla nach Bad Salzungen den Rennsteig quert. Einst gab es hier mehrere Häuschen, da sich Herzöge zur Jagd und anderem Pläsier einfanden.

Die nächste Lichtung heißt Schlauchentalwiesen mit der Triniusrast. Ganz in der Nähe ist der Schaumborn mit der Schweinaquelle. Nach etwa 6,9km haben wir mit 705m den höchsten Punkt der Runde erreicht. Die Anhöhe nahebei heißt Große Meilerstätte (678m). Südlich vom Gipfel entspringt der Goldborn, dem wir durch das Goldborntal näherkommen. Der Goldborn fließt zur Schweina, die bei Barchfeld, östlich von Bad Salzungen, in die Werra fließt.

Dort, wo der Bachlauf des Silbergrunds in die Schweina mündet, haben wir bei etwa 372m den tiefsten Punkt der Runde. Nun folgen wir die restlichen 3,6km dem Silbergrund bis zum Waldhotel Kissel.

Bildnachweis: Von Metilsteiner - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Link

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