Von Rindberg zur Bergrast Wildries und zum Feuerstätterkopf (Sibratsgfäll)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑813m  ↓813m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ganz besondere Eindrücke können wir rund um Rindberg bei Sibratsgfäll erleben, denn unsere Runde zum Feuerstätterkopf (1.645m) führt uns an Stationen der Georunde Rindberg vorbei. Die Georunde entstand als Aufarbeitung eines Hangrutsches im Mai 1999, als sich 18 Wohn- und Wirtschaftsgebäude, inklusive einer Kapelle, auf den Weg machten. Sie kamen teilweise 280m weit ins Tal. Starke Regenfälle und eine wasserdichte Lehmschicht unter dem Hang trugen dazu bei, dass die Sibratsgfäller Welt ins Rutschen kam.

Wir starten beim Gasthof Alpenrose (Station 8 der Georunde Rindberg) auf rund 1.000m in sehr idyllischer Lange und werden die ersten 5km bergauf wandern. In der Nähe steht die Kapelle Mariahilf (Station 7), zu der es auch Wallfahrten gegeben hat: „Hast du ein Weh, zur Mutter geh und sag es ihr, dann hilft sie dir.“ 1694 wurde die ursprüngliche Kapelle erbaut, die durch den Erdrutsch zerstört wurde. 2007 wurde eine neue Kapelle errichtet, die auf einer doppelten Bodenplatte steht und bei Gefahr komplett demontiert werden kann.

Nach diesem Abstecher gehen wir zu Felbers schiefem Haus, ein Objekt von acht an der Georunde Rindberg. Felbers schiefes Haus zeigt eindrücklich, was passieren kann, wenn der gesamte Boden unter den Füßen weggleitet. Das einstige Ferienhaus hat sich am Stück 18m bewegt. Eine Ausstellung bietet Einblick in die Ereignisse von 1999 und stellt den Naturpark Nagelfluhkette vor.

Wir halten uns rechts und kommen an der Installation 2 „Das gewanderte Haus“ vorbei, einer Stahlkonstruktion. Station 3 heißt „Wohnen in der Schräge“ und stellt sich als Platz mit Tisch und Stühlen dar. Die Georunde biegt jetzt zur 4. Station mit dem Würfel „Alles im Lot“ ab und der nahestehenden „Schiefen Tanne“. Die Bearbeitung mit Natur und Kunst im Raum kann auch als Apell verstanden sein, zum sozialen Zusammenhalt sowie als Erinnerung daran, dass der Mensch hinter der Natur zurücksteht.

Wir wandern hinauf zur Jausenstation Bergrast Wildries (1.250m), haben beeindruckende Blicke auf die Gottesackerwände, den Hohen Ifen und ins Panorama. Rechtsabbiegend geht es an der Lustenauer Riesalpe vorbei und auf den Feuerstätterkopf (1.645m) der Allgäuer Voralpen westlich der Iller. Das Gipfelkreuz ist beinahe versteckt am Pfad zwischen Bäumen.

Es geht hinab. Einige Alpen liegen am Weg, der sich talwärts schlängelt: Gmeiners Burgalpe, Neuburgalpe, Hochriesalpe, Bereuters Riesalpe, Hocheggalpe. Wenn wir auf die Straße Sibratsgfäll stoßen, biegen wir links ein und wandern nach Sibratsgfäll, treffen auf den Sägenbach und gelangen in die Ortsmitte mit der katholischen Pfarrkirche Sibratsgfäll aus dem Jahr 1805. Bis zum Ausgangsort haben wir noch rund 1,7km vor uns. Wir kommen über Scheidegg und Tieftobel am Felbers schiefen Haus vorbei zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Jurii - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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