Von Mühldorf am Inn durch den Innzipfel zur Wallfahrtskirche Heilige Mutter Anna


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 19 Min.
Höhenmeter ca. ↑203m  ↓203m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Mühldorf am Inn ist eine Kreisstadt in Oberbayern. Das Stadtzentrum besteht aus einem historischen Kern im sogenannten Inn-Salzach-Stil, wobei mehrere Häuser durch Scheinfassaden ein geschlossenes harmonisches Ensemble zeigen. Der Kern der Altstadt von Mühldorf am Inn wird von zwei Toren, dem Münchner Tor (Nagelschmiedturm) und Altöttinger Tor begrenzt und der Stadtplatz erstreckt sich auf rund 500m.

Die Rundwanderung um eine enge Innschleife erstreckt sich nördlich des Inns mit der Altstadt und südlich bis in den Randbereich von Oberflossing. Wir starten nördlich am Bahnhof Mühldorf am Inn, der gut an das Umland - München, Rosenheim, Traunstein, Passau etc. - angebunden ist. Von Bahnhof aus geht es hinunter zum Inn.

Rund 190 Baudenkmäler sind für Mühldorf am Inn gelistet, die Altstadt als Ensemble und weitere Wohnbauten aus der Zeit vom 16. bis 19. Jahrhundert sind zu sehen, ebenso etliche Grenzsteine und Brunnen oder Stadtmauerreste beispielsweise. Oder das sehenswerte Rathaus mit Gebäuden aus dem Jahr 1450. Kirchtürme prägen einen Teil des Panoramas und ein Fürstbischöfliches Schloss (1593) gibt es auch. Das steht am Katharinenplatz, außerhalb unserer Runde, und ist heute das Finanzamt.

Vom Bahnhof aus gehen wir durch die Sedanstraße und sehen den Wasserturm (1904). Wir gehen zum Kreisel und durch die Töginger Straße in Richtung Stadtplatz. Es geht durch eine Grünanlage zum Stadtwall mit Teichen und einem Kneipp-Tretbecken. Wir kommen an der Stadtbücherei vorbei. Gegenüber ist der sogenannten Haberkasten, ein historischer Getreidekasten, der als Veranstaltungsort genutzt wird und das Kreismuseum im Lodronhaus, das auch mal ein Getreidekasten war.

Unser nächstes Ziel ist die St. Nikolaus Kirche, die erstmals 1251 gebaut wurde. Der Kirchturm stammt aus der Zeit des zweiten Baus um 1300. Was man heute sieht, ist aus mehreren Jahrhunderten. Im Inneren findet sich eine prächtige barocke Gestaltung. Auch am Kirchenplatz ist die St. Johannes Kapelle aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Imposant ist auch der Pfarrhof (15. und 16. Jahrhundert) mit seinen Treppengiebeln.

Durch die Kirchengasse gelangen wir in die Straße Stadtplatz und genießen die Ansichten des Inn-Salzach-Stils. Links von uns ist ein Jagdmuseum, das das Thema Jagd heiter aufs Korn nimmt, und steht die Frauenkirche, die als Klosterkirche der Kapuziner 1643 geweiht worden war. Ihr Turm von 1856 folgt dem Stil des Historismus. Auch war die Frauenkirche zeitweilig den Franziskanern.

Wir gehen auf einen Verbindungsweg zur Luitpoldallee. Vor dem Hallenbad biegen wir nach rechts in die Leopoldstraße ein, dann links ab, über einen Parkplatz in Richtung Konrad-Adenauer-Straße. Ziel ist die Innstraße und der Innfußweg, über die wir durch den Innzipfel wandern und über die Brückenstraße den Inn überqueren.

Erneut begleiten wir den Inn, jetzt auf der anderen Seite und kommen zu einer Aussichtsterrasse. Wir gehen durch das Grün im Oberen Tegerau zum Innzipfel und dann durch abwechslungsreiche offene Landschaft nach Annabrunn mit der Wallfahrtskirche Heilige Mutter Anna. 1686 wurde sie als Kapelle erbaut und kurz drauf zur Kirche erweitert. Die Hälfte der Rundwanderung haben wir hinter uns. 

Die Annabrunner Straße bringt uns durch Wiesen und landwirtschaftliche Flächen nach Oberflossing, dass wir nur nördlich durchstreifen und den Flossinger Bach treffen. Es geht in erneut durch abwechslungsreiche Natur. Steinhölzl folgt Fischerhäusl, erkennbar an dem Weiher. In Gießen kommen wir wieder auf ein Sträßchen namens Tegernau, dessen Beritt wir durchwandern. Wir begleiten den Hammerbach, auch auf dem Hammerfußweg, kommen durch Trautmühle und zur Aussichtsterrasse am Inn.

Der Hammerfußweg bringt uns über die Brückenstraße über den Inn und wird dabei von Nepomuk beschützt. Innstraße und Friedhofstraße bringen uns um den Altstadtkern. Auf dem Rückweg kommen wir noch an der St. Peter und Paul Kirche vorbei, die sichtbar jüngeren Datums ist, als die, die wir schon gesehen haben. 

Bildnachweis: Von Siddhartha Finner, Dipl.Ing.-Architektur [CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

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