Von Klockenhagen in den Gelbensander Forst


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑74m  ↓74m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Gelbensander Forst ist als DBU-Naturerbe eingetragen. DBU steht für Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Im Gelbensander Forst ist die Wiedervernässung eines Niedermoores geplant. In der Region der nordöstlichsten Heide Mecklenburgs wird Naturschutz gepflegt und vermittelt. Zeugnis davon liefert auch das Informationszentrum Wald und Moor in Neuheide.

Das schauen wir uns an, mit Start in Klockenhagen, das von Landwirtschaft und Wiesen umgeben ist und in dessen Mitte, das Dorf im Dorf ein Freilichtmuseum (Eintritt) zeigt. Im historischen Freilichtmuseum Klockenhagen mit 20 Fachwerkgebäuden verteilen sich auf einem Parkgelände typische mecklenburgische Bauernhäuser, Scheunen, Bockwindmühle und eine Dorfkirche. Etliche Mitmachangebote stehen auch auf dem Programm: Brotbacken im Backhaus, Korbflechten in der Schauwerkstatt, Spinnrad und Webstuhl, Färben und Töpfern oder Schmieden, für die ganze Familie ist was dabei, auch ganz gemütlich: mit der Kutsche durch die Zeit reisen.

Unsere Zeitreise folgt der Uhr. Wir wandern auf dem Altheider Weg durch die offene Landschaft, kommen nach Altheide an der Heidestraße (B105). Die queren wir, halten uns rechts, wandern ein Stück mit der Heidestraße, queren sie wieder und gelangen in den Gelbensander Forst. Der Ort Gelbensande würde als nächstes folgen, wenn wir die B105 nicht verlassen hätten.

Der Gelbensander Forst ist von Schneisen und Bächen durchzogen. Die Gegend wurde intensiv forstwirtschaftlich genutzt. Die einst zahlreichen Birken wurden dabei „geerntet“. Im Forst stehen Buchen, Eichen, Kiefern und Fichten. Wir begegnen dem Haubach und der Haubachschneise, der Wöstungs-Schneise und dem Wallbach, der Pfeil-Schneise und von der geht’s in die Roggenrücker-Schneise.

Wir queren den Hirschburger Landweg, wandern die Langenfurt-Schneise und kommen an der Anastasia Wiese vorbei. Vor den Totenbruchswiesen biegen wir nach rechts in die Dankelmannschneise, kommen fast schnurgerade auf die Schlemminschneise, in die wir rechts einbiegen und kurz drauf nach links verlassen. Täten wir das nicht, kämen wir nach Hirschburg. Wir sind aber auf der Cottaschneise. Vor Klein-Müriz biegen wir rechts ab, kommen über die L22 und folgen dem Sträßchen Zum Voßberg, entlang von Waldrand und Wiesen.

In Neuheide lädt die Natur-Schatzkammer gegen Eintritt ein, Bernsteine, Perlen, Muscheln, Falter und Fossilien nebst Tierpräparaten anzuschauen. Im Außenbereich lockt der „Paradiesgarten“. Das Informationszentrum Wald und Moor (Ribnitz-Damgarten) bietet eine kostenlose Ausstellung und bezahlbare naturkundliche Führungen. Nördlich des Ribnitzer Landwegs ist ein Naturlehrpfad.

Wenn wir Neuheide verlassen, haben wir noch gut 4km Wanderung vor uns, die wir durch abwechslungsreiche Landschaft, teils mit offenen Flächen, teils baumgesäumt und über den Wallbach verbringen. Es geht durch Neu Klockenhagen nach Hirschburg mit Reiterhof. An der L22 halten wir uns links und kommen nach Klockenhagen.

Bildnachweis: Von Richard Schröder [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort