Von Altona über Fischmarkt und Landungsbrücken zur Reeperbahn (Hamburg Citytour)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑232m  ↓232m
Kein Wegzeichen hinterlegt

„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, ob dun Mädel hast oder auch keins, amüsierst du dich, denn das findet sich auf der Reeperbahn nachts um halb eins“. So sangen es einst Hans Albers und Freddy Quinn. Und wahr sind diese Liedzeilen bis heute.

Ob um halb eins nachts oder tagsüber: Heute wollen wir uns Altona und St. Pauli anschauen, da wo in Hamburg das Leben pulsiert, wo sich alles trifft und feiert und die Nacht zum Tage macht. Wir starten am Bahnhof Hamburg-Altona, wo man mit der S-Bahn (S 1, S 2, S 3, S 11 und S 31) prima hinkommt. Aber auch Fernreisende können hier per ICC (z.B. aus Berlin, München, Köln, Frankfurt am Main) oder mit dem ÖBB Nightjet aus Wien, Innsbruck oder Zürich „landen“.

Wir gehen vom Bahnhof Altona zum Platz der Republik, der 1897 als Kaiserplatz angelegt wurde. Der Platz der Republik ist grün, mit Rasen und Rhodendron. Im Nordteil steht der große Stuhlmannbrunnen, der 1900 eingeweiht wurde und auf eine Schenkung des Unternehmers Günther Ludwig Stuhlmann (Gründer der Altonaer Gas- und Wasseranstalt) zurück.

Am Ende des Platzes der Republik steht das Altonaer Rathaus, ein repräsentativer Bau von 1898. Wir kreuzen die Palmaille, eine der ältesten Straßen von Hamburg (die Palmaille wurde 1638 als „Spielstraße“ für ein Ballspiel angelegt). Von der Palmaille geht es in die Große Elbstraße. Wir kommen vorbei am Henssler Henssler – einem Restaurant, wo TV-Koch Steffen Henssler zusammen mit seinem Papa (einem der Wegbereiter moderner deutscher Küche) japanisch-kalifornische Crossover-Küche anbietet.

Es geht weiter zum Hamburger Fischmarkt. Hier geht’s sonntags zur Sache. Bis zu 70.000 Besucher kommen zum sonntäglichen Fischmarkt. Von Fisch und Obst über Blumen und Klamotten zu Souvenirartikeln: An den Ständen des Fischmarkts, aufgereiht auf einer Freifläche am Hafenbecken der Elbe, kann fast alles gekauft werden.

Unser nächstes Ziel sind die Landungsbrücken in St. Pauli. Hier legen die Boote für die Hafenrundfahrten ab und man kann die Stadttour hier schön mit etwas maritimer Entspannung unterbrechen.

Auf Höhe des U-Bahnhofs Landungsbrücken halten wir uns links und kommen zum Hamburger Bismarck-Denkmal. Das Bismarck-Denkmal in Hamburg ist das größte weltweit. Wir kommen dann am Millerntorplatz raus und biegen hier in die Reeperbahn ein.

Die Reeperbahn ist die Partymeile Hamburgs. Das liegt daran, dass sie einst zwischen den selbständigen Städten Hamburg und Altona lag und sich hier alles das ansiedeln und tummeln konnte, was in den „anständigen“ Städten nicht erwünscht war. Wir gehen über den Spielbudenplatz, biegen links in die Davidstraße und passieren die Davidwache.

Durch die Friedrichstraße kommen wir zur Balduinstraße und zum Pinnasberg. An der Breiten Straße biegen wir rechts ab und gehen auf die Hauptkirche St. Trinitatis zu, die 1742-43 im Barockstil erbaut wurde.

Dann passieren wir den Jüdischen Friedhof Altona. Der Jüdische Friedhof 1611 in Altona angelegt und 1877 geschlossen. Er gilt wegen seiner Größe, seines Alters und der großen Zahl erhaltener Grabsteine als eines der bedeutendsten jüdischen Gräberfelder der Welt. Durch die Große Bergstraße spazieren wir schließlich zurück zum Bahnhof Hamburg-Altona.

Bildnachweis: Von Florian Timm [CC BY-SA 2.0] via Wikimedia Commons

Vgwort