Vom Walderlebniszentrum Tennenlohe in die Brucker Lache


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 19 Min.
Höhenmeter ca. ↑84m  ↓84m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Einen wunderschönen kleinen Ausflug wollen wir heute machen, der sich auch für die ganze Familie eignet, denn es gibt viele hübsche Walderlebnisse, südlich des Kerns von Erlangen im Naturschutzgebiet der Brucker Lache.

Einen super guten ersten Einblick bietet sich gleich am Start an. Das Walderlebniszentrum Tennenlohe, am nördlichen Ortsrand von Tennenlohe und westlich des Tennenloher Forsts gelegen, informiert Große und Kleine über Wald und Forstwirtschaft. Es geht dabei um Historie, Holz, Tierwelt, Jagd und Nachhaltigkeit. Die Sinne werden angesprochen und dadurch dem Menschen die Natur wieder ein Stück weit näher ans Herz gerückt.

Das kann man dann einatmend und wandernd durch das Gebiet erleben, mit den Themenhäusern, lauschend, barfuß, gedenkend und staunend. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn kleinere Wege und den Franzosenweg. Der Franzosenweg führt als breiter ausgebauter Weg einmal geradewegs hindurch. Drumherum laden schmalere Pfade zum Erkunden ein, was je nach Jahreszeit immer wieder anders ist – mal frisches Grün, mal bunte Blätter, mal Brombeeren, mal Pilze. Der Bachgraben entspringt in der Brucker Lache und fließt im Stadtteil Bruck zur Regnitz.

1964 wurde das Kerngebiet der Brucker Lache als erstes Naturschutzgebiet in Mittelfranken ausgewiesen. Auf Ton und Lehm sickert das Oberflächenwasser nicht so gut ab, Lachen entstanden und damit Feuchtgebiete mit Sümpfen und Mooren sowie der sich dort wohlfühlende Erlen-Eschen-Wald. In den 1960ern hatte man begonnen das Areal zu bebauen, was Naturschützer zu Beginn der 1990er stoppen konnten. 1984 erhielt das Gebiet eine Erweiterung. Insgesamt misst der Bannwald Brucker Lache nun rund 111ha.

Wenn wir schon mal im Naherholungsmodus der Erlanger sind, könnten wir Bruck einen Besuch abstatten. Dessen Wahrzeichen ist die evangelische Kirche St. Peter und Paul, deren Beginn im 13. Jahrhundert liegt und die einen 68m hohen Turm hat. In den Aurachwiesen an der Regnitz wurde ein kleines Biotop angelegt, in dem ein historisches Wasserschöpfrad gelassen seine Arbeit tut.

Bildnachweis: Von Masteraah [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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