Vom Kloster Heiligkreuztal zum Jünger-Haus Wilflingen


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Länge: 12.26km
Gehzeit: 02:57h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Hier ist der Name auch Programm. Der Ort Heiligkreuztal (Gemeinde Altheim bei Riedlingen) ist durch das Kloster Heiligkreuztal (Tagungshaus) geprägt. Die ehemalige Zisterzienserinnenabtei ist unser Alpha und Omega der Wanderung durch das Soppenbachtal und durch die Wiesen- und Feldflure westlich des Ortes, nach Wilflingen mit dessen Schloss, St. Johannes Nepomuk und dem literarischen Jünger-Haus. Die Donau kommt ein Stück weit östlich längs.

1227 wurde das Kloster Heiligkreuztal gestiftet. Es wurden viele Töchter aus Adelsfamilien ins Klosterleben aufgenommen, so dass es dem Kloster gut ging. Man konnte sich ausbreiten, Höfe und ganze Ortschaften erwerben. Bis zu 125 Nonnen lebten zu den besten Zeiten dort. 1803 wurde es säkularisiert. 1256 wurde die erste Klosterkirche geweiht, die im 14. Erweitert wurde. Schließlich wurde sie zur Pfarrkirche St. Anna. Das Aussehen der Gebäude der großen Klosteranlage, die als Tagungshaus Gäste einlädt, geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Man kann auch zeltlagern, das Klosterlädchen aufsuchen oder einen Happen in der Gaststätte genießen.

Wir gehen zur Anlage mit den beiden Mühlenweihern, wo sich die Runde im Uhrzeigersinn öffnet. Gen Süden geht’s mit dem Soppenbach, dessen Wasser über Andelfingen und Altheim in die Donau getragen wird. Wir gehen seiner Quelle entgegen durch das Soppenbachtal, biegen rechts zum Dintinger Weiher ab, wo der Eichengraben aufgestaut ist. Die Wanderung führt uns durch Wald, Felder und Wald, über den Lohgraben und wieder durch die fruchtbare Feldflur mit Wiesen.

Wenn wir über den Holzbach kommen, ist auf der anderen Seite Wilflingen (Gemeinde Langenenslingen). Hier steht klein und fein die katholische Kirche St. Johannes Nepomuk. Der Ort ist zudem geprägt vom Schloss Wilflingen der Freiherren Schenk von Stauffenberg. Die Familie besitzt es seit dem 15. Jahrhundert. Die Anlage ist hinter einem Zaun.

Gegenüber steht das Jünger-Haus, untergebracht im Stauffenberg’schen Forsthaus, einem Barockbau aus dem Jahr 1728. Es gibt einen Ernst und einen Friedrich Georg Jünger. Ersterer, der Ältere (1895-1998), war Schriftsteller, Offizier und Insektenkundler, der jüngere Bruder (1898-1977) Lyriker und Essayist. Bis zu seinem Tod lebte Ernst jünger fast 50 Jahre in diesem Haus, das neben Büchern und Bildern auch Insekten zeigt.

Wenn wir Wilflingen verlassen haben wir fast 2/3 der Wanderung und schlendern durch die offene Landschaft nach Heiligkreuztal zurück.

Bildnachweis: Von Richard Mayer [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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ivw
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