Vom Formarinsee zum Steinernen Meer und zur Lech-Quelle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑312m  ↓312m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Formarinsee ist ein Hochgebirgsee im Vorarlberger Lechquellengebirge. Der Formarinsee bildet sich jedes Jahr neu aus Schmelzwasser. Sein Abfluss unterläuft unterirdisch, unter der Roten Wand (2.704m), dem markantesten Gipfel im Lechquellengebirge.

Wir starten unsere Wanderung am Parkplatz am Formarinjoch (wo übrigens auch der beliebte Lechweg beginnt). Mit dem Auto kann der Ausgangspunkt nur über die kostenpflichtige Mautstraße erreicht werden, welche für den Privatverkehr allerdings in der Zeit zwischen 8.00 - 16.30 Uhr gesperrt ist. Daher muss man im Regelfall den Wanderbus nutzen. Die Ticketpreise sind nicht ohne: 17 Euro pro Person (Stand: 2019).

Am Formarinjoch auf 1.871 Metern Höhe wandern wir nun zum Formarinsee. Der wurde 2015 bei einer Sendung des ORF zum schönsten Platz Österreichs gewählt. Und tatsächlich beeindruckt uns das Panorama mit dem See und der mächtigen Roten Wand im Hintergrund.

Es geht weiter zu Freiburger Hütte. Die Freiburger Hütte ist eine Alpenvereinshütte der Sektion Freiburg-Breisgau und wurde 1912 gebaut und in den 1970er Jahren erweitert. Die Hütte ist ein Stützpunkt für die bergsteigerische Ausbildung durch den Deutschen Alpenverein.

Von der Freiburger Hütte aus wandern wir nun durch die alpine Landschaft zum Steinernen Meer. Das Steinerne Meer ist eine alpine Karsthochfläche am Formaletsch (2.292 m) und liegt rund zwei Kilometer östlich des Formarinsees. Im Steinernen Meer finden sich häufig versteinerte Korallenstöcke, Schalen von Muscheln, Turmschnecken, Ammoniten und Belemniten, die dem Steinernen Meer auch den Namen gegeben haben. Direkt in und unter diesem Karstplateau verläuft die Rhein-Donau-Wasserscheide (Europäische Kontinentalwasserscheide).

Wir passieren das Steinerne Meer an seinem südlichen und östlichen Rand und wandern weiter zur Quelle des Lechs. Der Lech fließt auf einer Strecke von 256 Kilometern der Donau zu, die er bei Marxheim erreicht. Der Lech bildete früher die Grenze zwischen dem alemannischen Stammesgebiet im Westen und dem baierischen im Osten und markiert auch heute noch ungefähr die Grenze zwischen den bairischen und den schwäbischen Dialekten.

Bildnachweis: Von Petr1888 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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