Rundwanderung durchs Bergwälder Klostertal (bei Dalaas)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 49 Min.
Höhenmeter ca. ↑936m  ↓936m
Kein Wegzeichen hinterlegt

In Vorarlberg gibt es 23 Natura-2000-Gebiete (Europaschutzgebiete), das sind 8% der Vorarlberger Fläche. Ein Gebiet davon ist das Bergwälder Klostertal (2.143ha) am Fuße des Lechquellengebirges. Geschützt sind die Steilhänge und Magerwiesen, der südexponierten Wälder zwischen Bludenz und Langen am Arlberg.

Rund die Hälfte der Wanderung führt uns durch die geschützte Artenvielfalt, einen Teil verbringen wir mit der Alfenz zwischen Dalaas und Innerbraz. Wir starten in der Gemeinde Dalaas im Bezirk Bludenz auf rund 922m und wandern die ersten 4,4km bis auf 1.365m bei der Gavaralpe. Genauer Startpunkt ist die Bahnhofstraße an der Arlbergbahn, zwischen Untermarias und Obermarias, in dessen Richtung wir einschlagen.

Alpwiesen umgeben uns und kurz sind wir in einem Wäldchen im geschützten Bereich des Bergwälder Klostertals. Wir queren den Sandtobel und den Hölltobelbach und wandern kurz aus dem Schutzgebiet heraus durch den Siedlungsplatz Mason mit einer kleinen Kapelle.

Das Sträßchen Hintergrant zum gleichnamigen Weiler, von Wiesen umgeben, liegt bereits wieder im Natura-2000-Gebiet Berwälder Klostertal. Hier queren wir den Schmiedertobelbach. Die Maisäßlandschaft bezaubert durch die blumigen Wiesen, das Leben, das sie Insekten und anderen Arten bieten, die Vielfalt, die entstehen kann, wenn man sie lässt und wie in diesem Fall, lediglich extensiv bewirtschaftet. Rund 70 Vogelarten wissen das auch zu schätzen, insbesondere die totholzreichen Wälder, die ihnen Schutz und Nahrung bieten. Bei den vielen Aussichten vergisst sich beinahe das Bergauf.

Wenn wir auf der Höhe und schon wieder ein wenig bergab unterwegs durch die blumigen Magerwiesen streifen, sind wir nach knapp 5km auf der Gavaralpe. Im Juni und im Herbst wird die Alpe Gavar von Jungvieh gepflegt.

Nach einer Rast wandern wir den Bockbergweg hinunter durch den Hangwald, auch in Serpentinen. Von rund 1.310m kommen wir innerhalb von knapp 2km auf rund 800m an die Arlbergbahn, die wir queren, wandern ein Stück mit dem Lauf des Schanatobelbachs an die Alfenz.

Die 26km lange Alfenz entsteht aus dem Zusammenfluss von Flexenbach und Rauzbach bei Stuben am Arlberg. Wir sind in der Parzelle Mühleplatz von Innerbraz, an dem die Mariahilf-Kapelle zu sehen ist, um 1630 erbaut. In der Kapelle ist eine Stempelstelle für Jakobspilger auf der Teilstrecke des Jakobswegs Landeck-Einsiedeln.

Wir folgen dem Sträßchen Gatschief, die Alfenz rechts von uns, und kommen nahe der Wegkapelle hl. Wolfgang (18. Jahrhundert) vorbei. Wir queren die Arlberg Schnellstraße (S16), die Klostertalstraße (L97) und die Alfenz nach gesamt knapp 11km. Mit Wald und Weiden durchqueren wir dann Winkel, kommen an die Klostertalstraße, queren die Alfenz via der Straße Untermarias, die uns auch über den Dalaaser Tunnel führt, unter dem die S16 geführt wird. Alsbald sind wir am Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Jacquesverlaeken [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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