Vom Erlebsnispark Meeresaquarium zum Schwarzen Kopf


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑574m  ↓574m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zella und Mehlis bilden seit 1919 zusammen eine Gemeinde am Südhang des Thüringer Waldes im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Wir durchwandern den Wald südlich von Mehlis, kommen über den „Tunnel Berg Bock“ der A71 am Böhmerberg, streifen das Örtchen Albrechts, kommen über den Schwarzen Kopf (751m), bis 1990 eine Funkaufklärungszentrum Süd der DDR, zurück.

Rund 60km Wanderwege hat der Erholungsort Zella-Mehlis angelegt. Im Winter ist Skilanglauf ein Magnet. Wir starten durch den südlich angrenzenden Wald im Beritt von Suhl am Erlebnispark Meeresaquarium in Mehlis. Wir wandern zunächst über den Lubenbach und biegen in den Berggartenweg, der uns aufwärts in die Landschaft bringt, durch Wiesen, lockere Bebauung, über ein Gleis, vorbei an der geschlossenen Schäferbaude und in den Wald.

Über die Flur namens Hand mit Wegekreuzung wandern wir zum Böhmerberg (668m) und über den Tunnel Berg Bock, der für 2,7km die A71 drunter hat. Diese Autobahn wird noch mehrfach durch die Erde getrieben, mit dem Tunnel Hochwald (ca. 1km) und dem anschließenden Tunnel Rennsteig, der mit fast 8km der längste Straßentunnel Deutschlands ist, es folgt der Tunnel Alte Burg mit 874m. 

Davon kriegen wir nichts mit, aber von den Toten Männern im Gabelgrund. So heißt eine Lichtung und ein Waldgebiet von Suhl mit einem geheimnisumwitterten Stein zwischen Glaskopf und Böhmerberg. Der Stein gedenkt einem Toten von 1682 oder auch zweien, nämlich an der Pest verstorbenen Fuhrleuten. Aber wie das mit Geheimnissen so ist, man weiß es eben nicht genau.

Über den Tunnel, über den Bock (681m) geht’s und abwärts genießt man Aussichten. Wir kommen zum Zimmergrund von Albrechts (Suhl). Hier fließt ein Bach. Die nächsten 2,5km wandern wir aufwärts, vom tiefsten bis auf den höchsten Punkt der Runde bei 735m, am Schwarzen Kopf.

Auf dem Schwarzen Kopf war von 1980 bis 1990 das Funkaufklärungszentrum Süd (FuAz S) der DDR auf einer und 33ha großen Lichtung, von Hochspannung umgeben. Man überwachte die Luftlage der NATO-Streitkräfte in Zentraleuropa. Seit 2003 ist es die Liegenschaft in Privatbesitz. Für das „Kompetenzzentrum für Waldbau und regenerative Energien“ wurde Ausstellungsfläche angebaut. Wir wandern talwärts, kommen über die Steinrücke (716m) und über die Regenbergstraße zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Jener13 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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