Unterrosphe

Unterrosphe liegt am unteren Lauf der Rosphe am Rande des Burgwaldes. Wie das benachbarte Oberrosphe wurde auch Unterrosphe zum ersten Mal in einem Dokument aus dem Jahre 800 erwähnt. Unterrosphe ist geprägt von seinen vielen großen Hofanlagen mit ihrem teilweise noch gut erhaltenen Fachwerkhäusern.

Im Mittelpunkt des Dorfes steht die evangelische Kirche. Ihr frühgotischer Chor wurde in den Jahren um 1400 erbaut, im 15. Jahrhundert wurde das Schiff im spätgotischen Stil angefügt. In den Jahren 1958-59 stieß man bei Renovierungsarbeiten auf Reste von Wandmalereien, die im 15. Jahrhundert entstanden sind. Die wertvollen spätgotischen Bilder zeigen verschiedene Szenen aus dem Leben Jesus Christus und wurden inzwischen restauriert. Interessant anzusehen ist auch die barocke, reich verzierte Kanzel aus dem Jahre 1685.

Nach Verlassen von Unterrosphe mündet die Rosphe wenig später oberhalb von Göttingen in die Wetschaft. Rund um das Mündungsgebiet bewirtschaftet eine der letzten Au-Genossenschaften in Deutschland die Wetschaftsaue. Auf den Wiesen dieses Schwemmlands stehen in zunächst unregelmäßig erscheinender Gruppierung paarweise kleine Pfeiler aus Buntsandstein. Dies sind lauter kleine Wehre, die durch ein System von Kanälen miteinander verbunden sind. Dadurch wird es möglich, die Wetschaftsaue gezielt zu überschwemmen und so fruchtbarer zu machen. Diese Art der Bewirtschaftung durch das so genannte Wehreinwart wird in der Wetschaftsaue seit über 500 Jahren durchgeführt.

In Unterrosphe wurden drei unterschiedlich lange Rundwanderwege angelegt. Die 5, 7 und 8km langen Wege starten und enden auf dem Wanderparkplatz Dreiers Boden am Ende des Rainweges und führen durch den schönen Burgwald und das Rosphetal.