Ruppertshofen (Taunus)

Das Wahrzeichen von Ruppertshofen ist die alte evangelische Pfarrkirche aus dem Jahr 1150. Nicht nur ihre Bauweise im romanischen Stil des frühen Mittelalters belegt ihr Alter, sondern auch die Tatsache, dass das Fundament der Dorfkirche heute fast 1m tiefer unter der Erdoberfläche liegt als zur Zeit ihrer Erbauung.

Die erste urkundliche Erwähnung der evangelischen Pfarrkirche in Ruppertshofen war 1198. Sie besteht aus drei verschiedenen Gebäuden unterschiedlichen Alters, deren jüngstes wohl der Turm ist. Ältester Bauteil ist das Mittelschiff mit dem Arkaden-Bogen. Aus der Bauart der Kirchenfenster und den Schießscharten im Turm lässt sich schließen, dass die Dorfkirche in der ehemaligen Festung Ruppertshofen die Stelle einer Zitadelle einnahm.

Über die Jahrhunderte wurden eine Reihe baulicher Veränderungen an der Dorfkirche Ruppertshofen vorgenommen. Der Turm, ursprünglich mit fünf Spitzen versehen, erhielt anno 1826 einen helmartigen Aufsatz. Die beiden alten Seitenschiffe wurden schon früher abgebrochen und die Südwand im barocken Baustil wieder aufgebaut. Außerdem wurde eine Anzahl neuer Fenster eingebaut, um dem Bedürfnis nach mehr Licht Rechnung zu tragen. 1749 erhielt die Dorfkirche erstmals eine Orgel, der das Chorgewölbe im Inneren der Kirche weichen musste.

Gleich neben der Dorfkirche steht das ebenfalls denkmalgeschützte Pfarrhaus, ein stattlicher Fachwerkbau mit Mansarddach aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Gleich neben dem Pfarrhaus steht eine uralte Eiche, die zum Naturdenkmal erklärt wurde.

Sehenswert sind in Ruppertshofen außerdem einige denkmalgeschützte Fachwerkhäuser in der Hauptstraße und Auf der Klipp, die aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen. Der Dorfbrunnen in der Hauptstraße, ein gusseiserner Laufbrunnen, stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.