Rundwanderung zur Giechburg und zur Wallfahrtskirche Gügel


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑463m  ↓463m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Südlich der A 70 zwischen Bayreuth und Bamberg liegt die Abfahrt Scheßlitz. Dort starten wir die Runde zur Giechburg, sehen von da aus bereits die Wallfahrtskirche Gügel, wo zuvor auch eine Burg war, gehen hinauf zum Heidenstein (578m), zum Rabenstein (572m), hinunter ins Tal des Würgauer Bachs, vorbei an der Kilianskirche und zum Rathaus zurück.

Die Stadt Scheßlitz bezeichnet sich auch gerne als Tor zur Fränkischen Schweiz. Darüber hinaus ist die Stadt ein wenig stolz auf ihre Denkmaldichte im Landkreis Bamberg. Nach der Runde können wir uns davon entlang der Hauptstraße ein Bild davon machen. Wir starten beim Rathaus. Das neue Rathaus ist im einstigen Kastenamt (1766).

Wir halten uns in südliche Richtung und verlassen die Bebauung, Äcker und Wiesen, der Seierbach und Wald sowie der Kreuzungspunkt Preußengarten liegen auf dem Weg zur Giechburg. Die Höhenburg auf dem Plateau wurde erstmalig 1125 genannt. Ihre frühe Entstehungsgeschichte ging dem voraus. Die Giechburg ist als Halbruine erhalten. Man sieht noch einiges grob behauenes Mauerwerk, Teile vom Bergfried, einen Rundturm der Außenbefestigung, einen Drachen der Wasser speien kann. Die Giechburg wird gastronomisch betrieben, unter anderem mit fränkischen Spezialitäten.

Nächstes Highlight ist der Gügel. Das ist ein Hügel von 515m, gleichzeitig ein Stadtteil von Scheßlitz und der Name der Wallfahrtskirche, die an einem Ort steht, wo es einst ebenfalls eine Burg gab, auch genannt Altengiech. 1274 erstmalig genannt, nebst einer Kapelle, geweiht dem Heiligen Pankratius, übrigens einer der Eisheiligen und Patron der jungen Saat und Blüte. Die Wallfahrtskirche Gügel steht erhaben auf einem Felsen und ist die 4. an dieser Stelle. Daneben steht noch das ehemalige Mesnerhaus, im Kern aus der Zeit um 1700.

Wir gehen ein Stück Sträßchen und dann nach links davon ab sowie nach Zeckendorf hinunter, das wir nur streifen. Es geht zum Heidenstein auf 578m. Nach rund 9,2km gesamt sind wir dort angelangt. Östlich liegt ein einstiger Dolomitbruch (heute Geotop). Wenn wir 11km gegangen sind, sind wir auf dem Rabenstein.

Durch den Wald geht es ins Tal mit dem Würgauer Bach, Waldrand, Felder und Wiesen. Bevor wir beim Rathaus ankommen, sehen wir die Kilianskirche von Scheßlitz. Die Kirche der Katholiken ist ein spätgotischer Staffelhallenbau mit einem steilen Satteldach. Der Chorflankenturm ist älter (14.-16. Jahrhundert). Das Pfarrhaus daneben macht auch was her!

Bildnachweis: Von Ermell [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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