Rundwanderung zum Hexentanzplatz, auf die La Viershöhe und durchs Bodetal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑513m  ↓513m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Harz und seine Sagen, immer wieder gerne genommen: die Hexen. Sie sind auch im Fokus dieser Runde südlich von Thale im Bodetal. Das Bodetal wird touristisch gerne auch als der Sagenharz vermarktet. Das passt ja, wenn man unterwegs zum Hexentanzplatz ist.

Thale im Bodetal hat als touristische Wanderziel nicht nur das sagenhaft schöne Bodetal zu bieten, sondern auch zwei urgewaltige Felsen: die Roßtrappe und den Hexentanzplatz. Zum Hexentanzplatz kann man auch bequem per Kabinenbahn schweben. Ein um gut 20m höheres Ziel ist die La Viershöhe mit 478m. Es wird also aussichtsreich und man kann sich Stempel zur Harzer Wandernadel ins Heft drücken.

Wir starten in Thale am Hauptbahnhof, gehen mit dem Uhrzeigersinn und diagonal durch den Friedenspark. Hier stehen ein Denkmal für die Opfer des Faschismus und die evangelische Kirche Sankt Petri von 1906.

Über die Heimburgstraße verlassen wir den bebauten Bereich Thales gen Süden und treffen auf den Hexenstieg dort, wo er auf den Brunhildenweg stößt – über uns die Kabinenbahn. Wir entscheiden uns nicht für die Serpentinen des Hexenstiegs, sondern beschreiten einen kleinen Bogen über den Mittelweg, der uns am Aussichtspunkt Bodetal vorbeiführt.

Dann biegen wir in den Sachsenwallweg nach rechts ein, um nochmals rechts ab zum „Blick nach Thale“ zu kommen. Wir blicken noch von der Homburgwarte und streben dem Pionierstieg zu, an dem der Bergfreundeturm und die Theaterwand liegen. Die genannten schroffen Felsen im Steinbachtal werden gerne von Kletterern erkraxelt. Über die Mausefalle kommen wir dann zum Felsen Waldschratt.

Über den Jägersteig gelangen wir zum Hexentanzplatz, einem sehr beliebten Ausflugsziel im Bodetal. Der große Parkplatz lässt es gleich vermuten. Hier ist Touri-Geschäft und Gastronomie. Breit und über den Dingen hockt der Teufel mit Huf auf dem Kreis des Bösen, den die Hexengroßmutter Wadelinde zu schließen versucht – mit nichts als Mäusen im Haar und eben nicht für diese Arbeit geeigneten Pantinen an den Füßen. Immerhin trägt sie noch eine große Nase. Der Homunkulus lässt sie mal machen. Das gedrungene „kleine Menschlein“, eine künstlich geschaffene Gestalt, erscheint öfter in der sagenhaften Historie und hatte dann die Rolle eines dämonischen Helfers.

Wenn wir uns dort oben ein wenig tummeln und wir dem Sträßchen an der Kabinenbahnstation vorbei folgen, kommen wir zum Bergtheater Thale, das übrigens eines der ältesten Naturtheater in Deutschland ist. Benachbart ist die Walpurgishalle (1901) im Stil eines altgermanischen Blockhauses, das Bilder vom Maler Hermann Hendrich zeigt, die sich mit Walpurgisnacht-Szenen aus Goethes Faust befassen.

Zurück auf unserem Wanderweg liegt als nächstes der Tierpark Hexentanzplatz an der Strecke. Rot- und Damwild, Bär und Wolf sind nur einige der rund sechzig Tierarten im Gehege.

Unser nächster Weg nennt sich Hirschgrund und bringt uns auf die La Viershöhe (478m), benannt nach einem Oberförster, der im 19. Jahrhundert hier tätig war und ein erster Wegbereiter des Wandertourismus. Im Zickzackkurs geht es dann ins Bodetal und entlang der Bode zurück nach Thale, wobei wir an der Talstation der Kabinenbahn vorbeikommen.

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