Rundwanderung Bad Liebenzell (Schwarzwald)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑343m  ↓343m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Kurstadt, Missionsstadt, Burgstadt: Bad Liebenzell kann sich mit vielen Prädikaten schmücken, weshalb es nicht wundert, dass der kleine Badeort im Schwarzwald beliebtes Ausflugsziel für Menschen aus der Region Stuttgart und Pforzheim ist. Wer Bad Liebenzell auf Schusters Rappen erkunden will, für den lohnt sich diese Rundwanderung, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten von Bad Liebenzell für Wanderer erschließt.

Ein idealer Startpunkt für den Wanderausflug nach Bad Liebenzell ist die Paracelsus-Therme im Nagoldtal. Auf dem großen Parkplatz kann man kostenfrei parken. Direkt vis-a-vis liegt der große Kurpark von Bad Liebenzell. Ein See mit Fontäne, ein schmucker Pavillon, ein Trinkhäuschen, die Konzertmuschel und das Kurhaus stimmen uns zum Start der Wanderung ein.

Durch die kleine Fußgängerzone geht es kurz hinab zur Nagold, dann vorbei an der Neuapostolischen Kirche hinauf in die Oberstadt. Die evangelische St. Blasius Kirche mit ihrem malerischen Fachwerkturm – Baujahr 1653 – kommt ins Blickfeld. Im Kirchturm schlägt die 1457 gegossene Evangelistenglocke. Die ältesten Teile des heutigen Kirchengebäudes sind die gotische Sakristei und der frühgotische Chor. Im Chor stehen noch Teile des alten Chorgestühls aus dem Jahr 1463. Das heutige Langhaus wurde 1891-93 angebaut. Um und in der Kirche finden sich zahlreiche alte Grabsteine zum Teil noch aus dem 16. Jahrhundert.

Unterhalb der St. Blasius Kirche passieren wir die Hauptstraße und gehen zum Stadtsee, der vom kleinen Lengenbach befüllt wird. Hier lohnt sich eine kurze Pause, um den Blick auf Burg Liebenzell zu genießen. Dann wandern wir weiter zum Gelände der Liebenzeller Mission.

Zunächst geht es vorbei am Schlössle, der Villa Schlayerburg. Mathilde von Schlayer, Tochter eines Staatsministers, ließ das märchenhafte Gebäude 1886-88 errichten. Kurz nach der Fertigstellung überließ die Erbauerin das Backsteingebäude dem Stuttgarter Diakonissenhaus, welches die Schlayerburg ab 1891 als Erholungsheim für Schwestern nutze, die einen Badeaufenthalt verordnet bekamen.

Weiter geht es zum Missionsmuseum der Liebenzeller Mission und zum Missionshaus. Die Liebenzeller Mission ist ein evangelisches Missionswerk, das derzeit rund 240 Missionare beschäftigt, die in 26 Ländern das Wort Gottes erkunden.

Jetzt wandern wir hinauf zur Burg Liebenzell, die ursprünglich im 12. Jahrhundert errichtet wurde und ihre heutige Form dem Wiederaufbau in den 1950er Jahren verdankt. Burg Liebenzell ist eine unregelmäßige Fünfeckanlage mit mächtiger Schildmauer, in der ein 32m hoher Bergfried eingebunden ist. Diesen kann man besteigen und genießt von oben den Blick über Bad Liebenzell und ins Nagoldtal.

Nach soviel Kultur steht jetzt noch ein bisschen Schwarzwald auf dem Programm. Durch die Wälder auf den Höhen geht es hinüber nach Beindorf, das als eines der am besten erhaltenen Waldhufendörfer gilt. Ein Waldhufendorf ist eine ländliche Siedlungsform in Rodungsgebieten. Es handelt sich um ein Reihendorf, bei dem meist doppelzeilig der Landbesitz jeweils als breiter Streifen an die Hoflage anschließt. Wer sich dafür interessiert kann den Waldhufenpfad Beinberg anschließen.

Wir aber haben uns entschlossen wieder hinab ins Tal der Nagold zu wandern. Vorbei am Rathaus von Bad Liebenzell gehen wir am Kurhaus vorbei zurück zum Parkplatz an der Paracelsus-Therme Bad Liebenzell.

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