Rundtour um den Nenzinger Himmel (Vorarlberg)


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Länge: 20.61km
Gehzeit: 09:37h
Anspruch: schwer
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Von den Fürsten in den Himmel – das dauert, in unserem Fall einen ganzen Wandertag. Wir wandern von Malbun in Liechtenstein über die Grenze ins erste Areal des Schutzgebiets Alpenmannstreu-Gamperdonatal, drehen eine Himmelsrunde um den Nenzinger Himmel, eine Alpe mit einem Feriengebiet, das nur durch eigene Anstrengung oder einen öffentlichen Bus zu erreichen ist, streifen das kleinere Schutzgebiet Alpenmannstreu-Gamperdonatal und gelangen am Abend nach Malbun zurück.

Wem das zu viel erscheint, kann die Runde mit einer Übernachtung im Alpengasthof Gamperdona beim Himmelwirt unterbrechen und das einladend idyllische Tal etwas länger genießen. 45 Schlafplätze gibt es, also, früh genug kümmern!

Zur Örtlichkeit: Das Gamperdonatal liegt im Gebiet von Nenzing (Bezirk Bludenz), an den Wildbächen Meng und Schalanza. Drei Gebirgszüge des Rätikons grenzen es ein, westlich ist Liechtenstein, südlich ist die Schweiz, östlich das Brandnertal in Österreich. Das Gamperdonatal, in dem sich der Nenziger Himmel befindet, ist sagenumwoben. Das liegt an seinem Wildreichtum und der Grenzlage. Jäger, Wilderer und Schmuggler lieferten sich dort einige „Scharmützel“.

Der Wintersportort Malbun ist eine Exklave der Gemeinde Triesenberg im Fürstentum Liechtenstein. Im Sommer lockt es die Wanderer auf den Augstenberg (2.359m) beispielsweise. Wir starten am Parkplatz an der Malbunstraße, gegenüber dem Parkplatz der Bergbahnen, biegen nach links in die Turnastraße und wandern die ersten 2,7km von rund 1.600m auf 1.995m, mit Bergvegetation und Wiesen und einen Abschnitt auf dem Fürstin-Gina-Weg. Die folgenden 4,5km geht es abwärts bis auf 1.307m. Wir queren den kleinen Schwiwäldetobel, nach rund 4km gesamt sind wir Grenzgänger.

Das Europaschutzgebiet Alpenmannstreu-Gamperdonatal ist dem Alpen-Mannstreu gewidmet. Diese Distelart kommt lediglich in Kärnten und Vorarlberg vor. Die Blaublütige braucht zum Keimen Frost und die steilen Lawinenzüge des Rätikons hier als Lebensraum, mit den feuchten Hochstaudenfluren. Unter Schutz stehen auch die bodensauren Fichtenwälder als Domizil des Dreizehenspechts beispielsweise.

Nach rund 6km gesamt nähern wir uns dem Feriengebiet der Alpe Nenzinger Himmel und umrunden es, mit schönen Aussichten auf Pflanzen- und Tierwelt. Nach ca. 7,2km sind wir am erwähnten tiefsten Punkt der Wanderung, queren die Meng, sind auf den Wegen Nenzinger Himmel und Tschöpis. Im Himmel lässt sich rasten!

Wir kommen an den Setschbach und steigen zur Alpe Setsch hinauf, erst durch Wald und dann mit Bergvegetation. Wir streifen das Europaschutzgebiet in seinem zweiten Teil, kommen durch abwechslungsreiche Landschaft wieder talwärts, an den Wildbach Schalanza, folgen ihm in den Ferienort, der übrigens im Winter nicht zu erreichen ist, der Ortsteil Fasel ist östlich des Bachs, Wies westlich. Wir queren das Wasser und kommen an der St. Rochuskapelle vorbei. Weiter geht es an die Meng und die Himmelsrunde schließt sich nach etwa gesamt 13,5km.

Jetzt geht es wieder aufwärts mit dem Mannstreu, über die Grenze, erneut über den höchsten Punkt, und wieder ab. Diesen rund 4km Abschnitt hatten wir bereits auf dem Hinweg. Nun aber umrunden wir Malbun südlich und kommen durch die Kurrstraße in die Ortsmitte, mit dem Malbun Bach sowie auf die Hotelmeile.

Bildnachweis: Von Hermann Braendle - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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