Rundtour durch die Starzlachklamm zum Grüntenhaus (Sonthofen) 


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 56 Min.
Höhenmeter ca. ↑832m  ↓832m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Alles andere als klammheimlich freuen wir uns heute auf eine abenteuerliche Klammwanderung, nordöstlich von Sonthofen. Hier fließt die Starzlach und bildet die Starzlachklamm (Eintritt, lohnt sich!). Stege und Brückchen, Schluchten und Wasserfall, bisweilen Menschen in Gummi, die da rein springen. Die Wanderung hat Tiefe und Höhe, nämlich mit dem Grüntenhaus auf rund 1.530m. Die Rücktour führt durch das Wustbachtal.

Die Starzlachklamm ist ein wertvolles Geotop. Sie wurde geschaffen von der Starzlach, mit Hauptoberlauf Stuhlbach 11km lang, die bei Sonthofen in die Ostrach einmündet. Sie entspringt zwischen Grünten und dem Wertacher Hörnle, wird von etlichen Rinnsalen gespeist und hat in jahrtausendlanger Arbeit die Schlucht über Felsabstürze und mit kesselförmigen Wassermühlen geschaffen. Diese Wassermühlen entstanden durch Steine, die in einen Trichter gefallen sind und mittels der Wasserkraft darin herumwirbelten und wo sozusagen der Fels herausgemahlen wurde.

Beim Örtchen Winkel (Parkplatz Starzlachklamm) steigen wir in den Starzlachklamm Wanderweg ein und werden die ersten 1,5km mit dem Naturschauspiel verbringen können. Wir kommen zum Wasserfall bei der Klammhütte, wo das Wasser in Schleiern einen Felsen glatt gespült hat. Bei der Klammhütte ist der Einstieg, wo eine kleine Gebühr erhoben wird, um die Wege und Brücken zu erhalten. Allerdings ist von Anfang November bis Ende April dieser Abschnitt des Starzlachklammwegs geschlossen. Wir sind beeindruckt von der Wasserkraft und dem Spiel der Natur, die sich hier von den Stegen an den Felswänden über die Schulter schauen lässt.

Ein zweiter Wasserfall markiert das Ende dieses Abschnitts und wir gehen dem Starzlachklamm Wanderweg folgend, auch in Serpentinen und weiterhin sehr abwechslungsreich mit Felsen und Stufen, durch Baumbestand und weiter hinauf über Wiesen zur Alpe Topfen. Hier ist der Name auch Programm, denn es gibt frische Produkte wie Buttermilch und Allgäuer Käse von den hiesigen braunen, gehörnten Kühen. Topfen ist der bayerische und österreichische Begriff für Quark.

Wir kommen auf das Königssträßle und zur Aussicht Oberstdorfer Berge. Weiter geht es zur nächsten Attraktion mit dem Erzdorf. Da gibt es eine Schauschmiede, Hütten mit Geologie, Bergbau oder Köhlerei. Die Erzgruben Erlebniswelt (Eintritt, November bis April geschlossen) wäre allerdings ein Extraausflug, denn mit einer Führung über- und untertage wären 2,5 Stunden zu veranschlagen.

Uns begleitet ein Bachlauf, der zur Starzlach unterwegs ist, weiter aufwärts und in Richtung Grüntenhaus. Dabei kommen wir an der Kehralpe vorbei, einem Lift, mäandern über Wiesen zur Obere Schwandalpe, die im Sommer Bewirtung anbietet. Ziel ist das Grüntenhaus (1854 erbaut), umgeben von rund 30ha Weideflächen und Fichtenwald. Im Grüntenhaus kann man auch übernachten.

Wir wandern nach einer aussichtsreichen und leckeren Rast talwärts und folgen dem Wustbach durch das Wustbachtal. Linkerhand erhebt sich erst der Siechenberg und dann das Burgberger Hörnle. Am nordöstlichen Ortsrand von Burgberg queren wir den Wustbach, kommen an einen Fahrweg und an den Dorfbach, zur Alpe Weiherle, vor der wir rechts einbiegen. Durch Wälder und Wiesen geht es an die Starzlach sowie zum Parkplatz bei Winkel zurück.

Bildnachweis: Von © 1971markus, CC BY-SA 4.0, Link

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