Im Westen der Ostseeinsel Fehmarn liegt das Vogelschutzgebiet Wallnau/Fehmarn mit seinen rund 297ha. Es wurde 1977 ausgewiesen und ist von besonderer Bedeutung. Denn Fehmarn liegt an den Zugwegen der Land- und Wasservögel zwischen Skandinavien und den Überwinterungsgebieten im Süden. Es ist nicht nur ein Vogelparadies, sondern auch ein Amphibienparadies. Über das Jahr verteilt lassen sich hier verschiedene Vögel beobachten und es wurden über 280 Arten registriert. Über 60 Arten brüten dort. Das Gebiet wird durch den NABU betreut. Rund 10ha des Naturschutzgebiets sind für Besucher freigegeben.
Wir starten die informative Rundwanderung beim Besucherparkplatz des NABU-Vogelreservats Wallnau (Öffnungszeiten beachten). Beim Besucherzentrum sind schon etliche Informationen zu finden und auch Übersichtstafeln. Hier ist auch der Salzteich. Wir biegen zum Strand ein und wandern gegen den Uhrzeigersinn in südliche Richtung und Richtung Flügge mit Campingplatz außerhalb des NSG. Dabei streifen wir an Wiesen und dem Höpnerwäldchen vorbei.
Übrigens finden sich im Jahreslauf fast die Hälfte aller europäischen Vogelarten an der West- und Nordküste von Fehmarn ein. Charakteristische Vögel sind hier Graugänse und Säbelschnäbler. Um die Flächen vor Verschilfung zu schützen, findet auch eine extensive Beweidung durch Galloways oder Konikpferde statt. Beide Rassen sind robust und futtern auch grobe Gräser. Mit ihren Hufen sorgen sie auf unterschiedliche Art für eine gewünschte Bodenstruktur, sie lockern auf, bilden Mulden und schaffen weitere Lebensräume für Pionierpflanzen oder Amphibien.
Wir streifen Flügge und biegen gen Norden ein, streifen Püttsee und wandern entlang der Naturschutzgebietsgrenze. Links davon ist der Rieselgraben. Im Schutzgebiet sind der Püttseer Teich, der Mühlenteich, der Neue Teich, der Franckteich und weitere kleinere Gewässer. Wir kommen über die Kopendorfer Au, halten uns ans GPS und streifen noch das Angebot vom Strandcamping-Wallnau, bevor es am Strand entlang zum Ausgangsort zurückgeht.
Bildnachweis: Von Hartmut Inerle [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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